Ingolstadt: FCI fordert den Favoritenschreck
Zurück beim FCI: Marcel Schiller schloss sich wieder den Schanzern an. ‹ŒArch - foto: Rimmelspacher
Ingolstadt

Der TSV ist mittlerweile eine feste Größe in der höchsten bayerischen Spielklasse. Bereits sechs Jahre spielen die Oberbayern dort. "Sie verfügen über eine tolle Mentalität", lobt Stefan Leitl den 3000-Einwohner-Ort. Schritt für Schritt arbeitete sich der TSV nach oben. Nach dem Aufstieg in die Landesliga 2004 folgte 2008 der Gang in die Bayernliga. Nur vier Jahre später erfüllte sich der TSV Buchbach den Traum von der Regionalliga und beendete dort, mit Ausnahme der vergangenen Saison, jede Spielzeit unter den besten acht Mannschaften.

"Die Truppe des TSV ist enorm kampfstark", lobt Trainer Stefan Leitl den kommenden Gegner. Besonders kämpferisch zeigte sich Buchbach auch im Spiel gegen den TSV 1860 München. Der derzeitige Tabellenführer aus Giesing unterlag dem TSV am dritten Spieltag mit 0:1 - die bisher einzige Niederlage der Sechziger. Mit einem Torverhältnis von 6:4 erwies sich der Vorjahres-14. sehr effizient und holte in fünf Spielen zehn Punkte. "Die Mannschaft weiß, was sie kann", sagt Leitl.

Ein weiteres Plus ist die Konstanz im Kader des TSV. Von den Stammspielern verabschiedeten sich lediglich Torwart Alexander Strobl (TSV 1860 München) und Innenverteidiger Florian Pflügler (VfR Garching). Kompensiert wurden die Abgänge vorwiegend aus den eigenen Reihen. Dort befinden sich mit Gordon Büch, Florian Shalaj und Patrick Walleth auch drei Ex-Ingolstädter. "Ich freue mich immer, wenn ich die Jungs wiedersehe", sagt Leitl, der mit allen Akteuren Erinnerungen verbindet: "Gordon spielte vor zwei Jahren noch bei uns, Florian habe ich damals zur U 17 des FCI geholt und mit Patrick Walleth durfte ich selbst noch zusammenspielen."

An das jüngste Kräftemessen mit dem TSV dürften alle Schanzer gute Erinnerungen haben. Am 31. Spieltag der Vorsaison siegten die Ingolstädter auswärts mit 2:0 und machten damit einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. "Buchbach wird uns wieder alles abverlangen. Sie geben in jedem Spiel Vollgas", blickt der 39-jährige Leitl voraus.

Mit 100 Prozent Einsatz absolvierten auch die Schanzer ihre letzten beiden Spiele. Nach dem 2:1 zu Hause gegen Memmingen bezwangen sie vor einer Woche auch den SV Wacker Burghausen (3:2). Wohlgemerkt trotz 0:1-Rückstands und arger Personalprobleme in beiden Begegnungen. Um den Verletzungssorgen im Kader entgegenzuwirken, wurden die Oberbayern unter der Woche nochmals auf dem Transfermarkt aktiv und holten zwei Neuzugänge, die eigentlich keine sind. "Albano Gashi und Marcel Schiller sind ab sofort wieder bei uns", berichtet Stefan Leitl erfreut. Sowohl Mittelfeldmann Gashi als auch Flügelstürmer Marcel Schiller waren zuletzt vereinslos - und kehren daher in die Donaustadt zurück. "Die Jungs geben uns mehr Flexibilität und brauchen keine lange Eingewöhnungszeit, da sie die Abläufe in unserem System kennen", sagt der Fußballlehrer weiter. Möglich, dass Routinier Jonatan Kotzke dadurch in die Innenverteidigung rückt und Trainer Leitl zum favorisierten 4-3-3-System zurückkehrt. Eine Methode, die sich gegen defensivstarke Buchbacher auszahlen könnte.