: Die Blechlawine vom Donaumoos
Rund 9000 Audis stehen derzeit auf diesem Gelände bei Probfeld. - Foto: Schalles
Etwa 6500 der 9000 Autos sind Gebrauchte, die entweder als Geschäfts- oder Dienstfahrzeuge des Automobilherstellers oder aber von Audi-Mitarbeitern als Leasing-Fahrzeuge genutzt und anschließend im Werk Ingolstadt zurückgegeben wurden. Von Ingolstadt werden sie nach Probfeld gebracht, um von dort wiederum direkt an die Händler verteilt und anschließend verkauft zu werden.

Rund 2500 Fahrzeuge wurden aber in umgekehrter Richtung von allen Audi-Produktionswerken nach Probfeld gebracht, um von dort weiter ins Werk Ingolstadt transportiert zu werden, wo sie schließlich von den Käufern abgeholt werden können. Ziel dabei ist es, eine "optimale Logistik- und Transportsituation" zu erreichen.

Die einfachste Lösung mit den kürzesten Wegen – alle Fahrzeuge im Werk selbst umzuschlagen – ist Schultz zufolge aus Platzgründen nicht möglich. Die dort verfügbaren rund 3000 Stellplätze werden ausschließlich für Neufahrzeuge genutzt, die – bei einer Tagesproduktion in Ingolstadt von bis zu 2500 Fahrzeugen – für die kurzfristige Verladung auf die Bahn vorgesehen sind.

Ein weiterer Baustein im Audi-Verteilsystem ist zudem eine Stellfläche in Wolnzach (Kreis Pfaffenhofen). Dies sei aber "kein Audi-Standort", wie Schultz betont, sondern der eines Spediteurs. Wolnzach ist einer von deutschlandweit insgesamt 13 sogenannten "Zielbahnhöfen", über die Neufahrzeuge des gesamten Volkswagen-Konzerns ausschließlich an Händler verteilt werden. Von Wolnzach aus, wo derzeit etwa 150 Audi-Fahrzeuge stehen, wird beispielsweise der gesamte süd- und ostbayerische Raum bedient. Der nächste Zielbahnhof befindet sich in Nürnberg.

Eine Ansammlung von Audi-Fahrzeugen ist laut Unternehmenssprecherin Christina Floss zudem in Gaimersheim (Kreis Eichstätt) zu finden. Dort hat die für Messen und Veranstaltungen zuständige Audi-Abteilung sowie das Sportmarketing des Ingolstädter Autobauers derzeit auf einer Freifläche und in einer Halle etwa 100 Fahrzeuge geparkt.

Schließlich werden in der Region laut Schultz von Fall zu Fall auch beim Hafen Kelheim Audi-Fahrzeuge abgestellt. Derzeit werde das dortige Areal allerdings von Audi nicht genutzt.