Die Empörung unter der Belegschaft sei groß gewesen, als die Geschäftsführung von Ledvance am Montag vergangener Woche die Schließung des Augsburger Standortes bis Ende 2018 ankündigte. Neben Augsburg soll auch das Werk Berlin geschlossen werden. In den Fabriken in Wipperfürth (Nordrhein-Westfalen) und in Eichstätt sowie in der Zentrale in Garching bei München soll ebenfalls Personal abgebaut werden. Die ehemalige Osram-Tochter hat seit Jahren Probleme, weil die klassischen Ledvance-Produkte wie Leuchtstoffröhren durch den Trend zu LED-Lampen ein Auslaufmodell sind. Für die Belegschaft in Eichstätt seien die geplanten Einsparungen ein "schwerer Schlag", erklärte Betriebsratsvorsitzender Hubert Roßkopf. 250 der insgesamt 500 Stellen sollen dort abgebaut werden.

Die Beschäftigten des Leuchtmittelherstellers wollen sich mit dem Stellenabbau aber nicht abfinden und ein Alternativkonzept für alle betroffenen Standorte vorlegen. Dazu werde zunächst ein Wirtschaftssachverständiger beauftragt, kündigten die Betriebsratvorsitzenden an. Bis zum Jahresende sollen erste Ergebnisse vorliegen. "Man vergisst in dieser ganzen Diskussion, dass es eigentlich der Unternehmer ist, der ein solches Konzept vorlegen sollte", betont Konzernbetriebsratsvorsitzender Andreas Jakob abschließend. Ledvance warte hingegen nur ab, was die Arbeitnehmer sich ausdenken.