Karlskron: Zweifachhalle einen Meter länger eine 2,5-fache
Der Entwurf für die neue Karlskroner Turnhalle, die 45 Meter lang und 22 Meter breit ist, wurde jetzt im Bauausschuss diskutiert. - Foto: Pehl
Karlskron

Ende März 2015 hatte sich der Gemeinderat von Karlskron erstmals intensiv mit der geplanten neuen Turnhalle befasst, die alte soll bekanntlich abgerissen werden. Von den Planungen waren die Räte durchaus angetan, allein die Kosten von bis zu sieben Millionen Euro waren ihnen aber viel zu hoch. Umplanen und auf die Kosten schauen, lautete der Auftrag an die Architekten.

Die waren in der Zwischenzeit recht fleißig und stellten ihre Planungen jetzt im Bauausschuss vor. Die neue Halle ist zwar mit 45 Metern einen Meter länger, entspreche aber jetzt den Normen - allerdings für eine Zweifachturnhalle. Reduziert haben die Planer deswegen vor allem Verkehrs- und Lagerflächen sowie die Außengeräte. Der Konditionsraum entfällt, der Vereinssport beschränkt sich nach Absprache auf eine Ebene. Funktionsräume wie Umkleiden, Geräteräume oder WCs bleiben natürlich, wobei die Vereine und Schule in der Erschließung getrennt bleiben. Die sieben Meter hohe und 22 Meter breite Zweifachhalle bietet Platz für 500 Personen, ist teilbar und verfügt über eine Tribüne, eine Küche und eine Mittagsbetreuung mit rund 100 Plätzen für die benachbarte Schule. Deswegen ist auch der Zugang vom Pausenhof her möglich.

Ein Dachflächenfensterband lässt Licht hinein, die Oberfläche besteht aus Holz, Putz und Trapezblechen. Die etwas vergrößerten Außenanlagen (Pausenhof) orientieren sich am Bestand, liegen überwiegend auf einem Niveau und umfassen einen offenen Bereich (wo wohl auch drei Bäume erhalten werden können), den Eingangsbereich der neuen Halle sowie die von Bäumen umgebene Kugelstoßanlage. Sitzelemente sollen die Grundrisse der alten Halle aufgreifen.

Silvia Dirsch (Grüne) warf die Frage auf, ob man eine Veranstaltungshalle oder eine reine Turnhalle wolle. "Der Zuschuss muss den Aufwand rechtfertigen", betonte sie im Hinblick auf noch ausstehende Gespräche mit dem BLSV. Nach den Erfahrungen aus Pobenhausen warnte Christa Froschmeir (CLK) vor komplizierten juristischen Verträgen, vor allem mit dem Sportverein. Thomas Krammer (SPD) warf die Frage nach der Bestuhlung auf. Während seitens der CSU der Hinweis auf ehrenamtliches Engagement kam, schlug Krammer vor, dies bei größeren Veranstaltungen einem Dienstleister zu überlassen.

Nachdem der Bauausschuss nicht beschlussfähig ist, soll im April der fertige Entwurf vorgestellt werden. Im März kommenden Jahres könnte dann Baubeginn sein, mit der Fertigstellung rechnen die Planer Mitte 2018. Die Kostenschätzung wollen sie in einigen Wochen vorlegen.