Neuburg: Besser geht's nicht
So sehen Sieger aus: Bundestagsabgeordneter Reinhard Brandl (v. l.) überreichte Urkunden und Medaillen an Dejanira Juarez Garcia, Lisa Heimisch, Rita Gottleuber, Martin Stier, Heiko Middelhoff und Gustavo Miguel Lenz. Veit Mikyska und Hans Gerstmair von den Lions-Clubs und Moderator Klaus Benz freuen sich mit ihnen. - Fotos: Belzer
Neuburg

Teilnehmerrekord, Kaiserwetter, optimale Bedingungen - mehr hätten sich die beiden verantwortlichen Lions-Clubs nicht wünschen können. 512 Läufer und Läuferinnen hatten sich am frühen Sonntagmorgen bei Sonnenschein in Eichstätt auf den Weg gemacht, die 23 Kilometer nach Neuburg zurückzulegen. Dort wurden sie an der Parkhalle von ihren Familien, Freunden und Bekannten - und von Moderator Klaus Benz - in Empfang genommen.

Noch bevor die "Großen" die Ziellinie passierten, spurteten die Kinder über das Schulgelände hin zur Parkhalle. Sie waren an der Schlösslwiese gestartet und mussten 1,3 Kilometer weit laufen. Wie schon im vergangenen Jahr, war Muriel-Alizée Optenhoevel die Schnellste. Die 13-Jährige fand die Strecke "schön, aber zu kurz". Sie läuft lieber Distanzen ab zwei Kilometern.

Das Triple verpasst hat Martin Stier vom MTV Ingolstadt - und das, obwohl er seine Zeit aus dem Vorjahr sogar verbessern konnte. 2015 hatte er für die 23 Kilometer 1:28:46 gebraucht, gestern zeigte die Stoppuhr 1:27:04 an. Mit dieser Top-Zeit reichte es dieses Mal "nur" zu Bronze. Zu schnell waren seine Teamkollegen Heiko Middelhoff und Gustavo Miguel Lenz. "Das war klar, dass gegen den Heiko nichts zu holen ist", sagte Stier nach dem Wettkampf. Der 33-jährige Schrobenhausener Middelhoff ist in der Läuferszene bestens bekannt. Den Lions-Lauf gestern absolvierte er in grandiosen 1:24:23. "Die Bedingungen waren optimal", sagte der strahlende Sieger. "Ich habe mich das ganze Rennen über super gefühlt, da konnte ich auf den letzten drei, vier Kilometern sogar nochmal Gas geben." Und so kam er knappe eineinhalb Minuten vor dem zweitplatzierten Gustavo Miguel Lenz ins Ziel (1:26:31). Einziger Wermutstropfen: "Ein paar mehr Verpflegungsstationen auf der Strecke wären schön gewesen", fand Middelhoff, der das Rennen bereits bei seiner Lions-Premiere 2011 für sich entscheiden konnte. Nun hat er zwei Siege auf dem Konto - genauso wie Martin Stier.

"Bis die erste Dame das Ziel erreicht, das kann noch eine halbe Stunde dauern" - hatten zumindest die Lions-Club-Verantwortlichen gedacht, die für die Zeitmessung zuständig waren, als Middelhoff an ihnen vorbei gespurtet war. Doch da hatten sie die Rechnung ohne die Lokalmatadorin Lisa Heimisch gemacht. Die 23-Jährige flog regelrecht nach Neuburg, die Stoppuhr zeigte am Ende 1:40:52 an. Zum Vergleich: Die letztjährige Siegerin absolvierte die 23 Kilometer in 1:56:49. Und die gestrige Zweitplatzierte Dejanira Juarez Garcia kam nach 1:54:12 an der Parkhalle an, Bronze ging an Rita Gottleuber in 1:55:32. Der Vorsprung der Neuburgerin war also gigantisch. "Die Tagesform hat gepasst", kommentierte sie glücklich ihren Sieg. Die Lehramtsstudentin war eigentlich auch für den gleichzeitig stattfindenden Marathon in Frankfurt angemeldet. "Aber das habe ich mich dann doch nicht getraut, für einen Marathon habe ich nicht genug trainiert heuer." Für den Lions-Lauf jedenfalls hat es mehr als gereicht.

In der Parkhalle stärkten sich abschließend Athleten und Zuschauer mit allerlei Essen und Trinken. Rund 150 Helfer an der Strecke und drum herum waren beteiligt, um die Veranstaltung wie gewohnt reibungslos über die Bühne zu bringen. Der Erlös aus den Startgeldern kommt karitativen Zwecken zugute.