Manching: Aufgemalte Verletzungen
Zusammenspiel der Wasserwachten: Im Feilenmoos wurde geübt, mit dabei waren die schnellen Eingreiftruppen aus Geisenfeld, Manching, Pfaffenhofen, Reichertshofen, Vohburg und Wolnzach - Foto: Schmidtner
Manching

Angenommen wurde, dass bei einem Schwimmwettbewerb, bei dem sich mehrere Personen im Wasser befinden und sich Zuschauer am Uferbereich aufhalten, eine starke Windhose (Tornado) die Personen in Lebensgefahr bringt.

Nach Eingang des Notrufs bei der Leitstelle in Ingolstadt wurden sofort alle verfügbaren Kräfte der schnellen Eingreiftruppen aus Geisenfeld, Manching, Pfaffenhofen, Reichertshofen, Vohburg und Wolnzach in Alarm versetzt. Nach Eintreffen der Wasserretter wurden bei hohem Wellengang per Boot zuerst die Personen gerettet, die sich im Wasser befanden, und dann dem Sanitätszug zur Behandlung übergeben. Das Szenario bot die folgende Entwicklung: Weil das Zeltlager im angenommenen Schleusenbereich des Tornados zerstört worden war, musste befürchtet werden, dass im Uferbereich Jugendliche umherirren oder sogar durch herumfliegende Teile verletzt im Gebüsch liegen. Dementsprechend breit angelegt war die Suchaktion mit einer Rettungshundestaffel. Das Kriseninterventionsteam kümmerte sich um die unter Schock stehenden Personen und die Verletzten, denen vor Beginn der Übung die Verletzungen aufgemalt worden waren.

Das Resümee nach der dreistündigen Übung fiel – laut den Aussagen des Vorsitzenden der Kreiswasserwacht von Pfaffenhofen, Martin Koske, und seines Vertreters, Tomas Ehrl – positiv aus. Alle Beteiligten waren sehr zufrieden. Es sollte an diesem Tag die Möglichkeit geschaffen werden, die Fertigkeiten und Fähigkeiten in den einzelnen Fachdiensten und Einheiten der Eingreifgruppen zu vertiefen. Das ist allen Beteiligten gelungen.