Lenting: Feuerwehrfrauen aus dem Landkreis proben für Ernstfall
Zufriedene Gesichter unter den Feuerwehrhelmen und bei den Ausbildern (von rechts): Kreisbrandmeister Christian Rucker, Kommandant Christian Hubrich und Michael Schmidtner sowie (links) Lentings Feuerwehrvorsitzender Ludwig Zinn. - Foto: Greis
Lenting

Die Feuerwehr Lenting führt diese Ausbildung im Auftrag des Landkreises durch.

Frauen bei der Feuerwehr, das war in früherer Zeit so gar nicht denkbar. Mittlerweile sieht man immer mehr Frauen über 18 in Feuerwehruniform und mit Helm in den Reihen aktiver Einsatzgruppen. Auch in Lenting, wo neben der aktiven Jugendfeuerwehr zusätzlich eine jüngst gegründete Kinderfeuerwehr für personellen Nachwuchs sorgen soll.

Dazu hat die Freiwillige Feuerwehr Lenting vom Landkreis auch eine Ausbildungsaufgabe bekommen. Es war die Voraussetzung für den nunmehr ersten Lehrgang für Frauen, bei dem nicht das Löschen, sondern speziell der Gebrauch der Motorsäge auf dem Stundenplan stand. Schon zwei Wochen zuvor waren die Teilnehmerinnen mit der Wartung und Pflege befasst, jetzt folgte der praktische Umgang.

"Schneiden von Holz unter Spannung am Baumbiegesimulator" war das Übungsziel überschrieben. Kurz gefasst gehört dazu, umgestürzte Bäume aus dem Weg zu räumen. Dabei mussten die Schnitttechniken mit den unterschiedlichen Fällschnitten und der handwerkliche Umgang mit der Säge eingeübt werden.

"Die Damen waren sehr motiviert und arbeiteten mit großem Interesse mit", vermerkte Lentings Feuerwehrvorsitzender Ludwig Zinn als Fazit. Zufriedene Ausbilder wie Kreisbrandmeister Christian Rucker, Kommandant Christian Hubrich und Ausbilder Michael Schmidtner schlossen sich diesem Lob für die Frauen an.

14 Frauen waren zu diesem praktischen Ausbildungstag nach Lenting gekommen, davon vier aus Hepberg, drei aus Erlingshofen, je zwei aus Kösching und Dollnstein, die weiteren aus Beilngries, Buchenhüll und Meilenhofen/Zell.

Wie sie mit großer Begeisterung auf den verschiedenen Ausbildungsstationen mitmachten, das war ihnen anzusehen. Verena (27) aus Erlingshofen drückte diese positive Stimmung so aus: "Mir gefällt das, da mache ich gerne mit." Und sie fügte hinzu, die Feuerwehr sei eine wichtige Einrichtung. Bei der Feuerwehr redet man zwar (noch) nicht von einer Frauenquote. Ob die Frauen fest integriert sind, ist freilich längst keine Frage mehr.