Ingolstadt: Das "Haus am See" im Netz
Das "Haus am See"
Strisch
Ingolstadt
Der Oberbürgermeister will sich wohl auf dem Laufenden halten. Beim Empfang anlässlich seines zehnjährigen Amtsjubiläums nutzten Herrnbräu-Geschäftsführer Gerhard Bonschab und Rudolf Winklmeier vom Kreisfischereiverein die Gelegenheit, Lehmann kurz auf das „Haus am See“ anzusprechen. Der OB soll erklärt haben, er stehe der Sache nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber, und er versprach, sich nach seinem Urlaub intensiver mit der Sache zu beschäftigen. „Wir werden ihm dazu ein Schreiben mit unseren Argumenten vorlegen“, sagt Bonschab. „Auch mit ein paar Kennzahlen, auf welche Umsatzgröße man kommen muss, um dort investieren zu können. Mit Kaffee und Kuchen allein funktioniert das dort draußen betriebswirtschaftlich nicht.“

Noch im Juni wird sich auch der Bezirksausschuss Mitte mit dem „Haus am See“ befassen. Dessen Stellungnahme wird die Verwaltung bei ihrer Entscheidung berücksichtigen. Zum einen geht es um die Konzessionsverlängerung ab August, zum anderen um die Genehmigung von zehn Events im Sommer. Pressesprecher Gerd Treffer stellt fest: „Das bedeutet, zweieinhalb Monate lang jedes Wochenende Diskothek. Wir sind der Meinung, dass dies nicht möglich ist.“

Bei der Facebook-Gemeinde kommt das „Haus am See“ fast ausnahmslos gut an. Es gibt Vorschläge, eine Demo auf dem Rathausplatz zu veranstalten oder Unterschriften zu sammeln. „Ich würde den Sister Act unterstützten“, heißt es über das Unternehmen der Schwestern Sandra und Verena Buck. „Maria Stiftl hat ja auch sehr gute Ideen und pimpt den Auwaldsee.“ Viele kritische Anmerkungen gehen in eine Richtung: Ingolstadt wird als „Stadt des Stillstands“ empfunden.