Walting: Telekom erhält Zuschlag für Breitbandausbau
Zur Vertragsunterzeichnung kamen (von links) Breitbandpate Helmut Drieger, der Vertriebsbeauftragte der Telekom Deutschland, Markus Sand, Bürgermeister Roland Schermer, Willi Wittmann von der Verwaltungsgemeinschaft Eichstätt und Herwig Rößner von der Breitbandberatung Bayern zusammen. - Foto: Wittmann
Walting

Die Telekom wird rund 32 Kilometer Glasfaserkabel verlegen und neun Multifunktionsgehäuse aufstellen oder mit neuer Technik ausstatten. Das Netz werde dann so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Die Gemeinde Walting und die Telekom haben dazu jüngst einen Vertrag unterschrieben.

"Wir haben mit der Telekom einen starken Partner an unserer Seite. So ermöglichen wir unseren Bürgerinnen und Bürgern in Kürze den begehrten Zugang zum schnellen Internet", sagt Bürgermeister Roland Schermer, der auch die Standortvorteile eines schnellen Internets hervorhob.

Die Telekom steigt nun in die Feinplanung für den Ausbau ein. Parallel werden eine Tiefbau-Firma ausgewählt, Material bestellt und Baugenehmigungen eingeholt. Sobald alle Leitungen verlegt und Multifunktionsgehäuse aufgestellt sind, erfolgt die Anbindung ans Netz der Telekom. Der Ausbau dauert in der Regel zwölf Monate. Anschließend können die Kunden die neuen Anschlüsse nutzen. VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) ist eine Breitbandtechnologie. Diese nutzt für die Übertragung von Daten eine Kombination aus Kupfer- und Glasfaserleitungen. VDSL unterscheidet sich von DSL (Digital Subscriber Line) durch deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Mit VDSL wird derzeit eine Übertragungsrate von bis zu 50 (MBit/s) beim Herunterladen erreicht. Ein DSL-Anschluss schafft bis zu 16 MBit/s.

Je näher die Glasfaserleitung an die Kundenanschlüsse heranreiche, desto höher sei das Tempo. Deshalb verlegt die Telekom jetzt Glasfaser bis in die Multifunktionsgehäuse (MFG), die großen grauen Kästen am Straßenrand, eine Art Mini-Vermittlungsstelle. Im MFG wird das Lichtsignal in ein elektronisches Signal gewandelt und über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen.