Eichstätt: Enormer Andrang
Einen prachtvollen Rahmen gab der Eichstätter Hofgarten für die Ausstellung Natur und Garten ab. Der Besucherandrang war enorm; die Stände wurden am Samstag und Sonntag sehr gut besucht. Ruhe in dem Trubel gab es in den lauschigen Sitzecken bei den Pavillons, und auch für aufregende Luftsprünge war gesorgt - Fotos: gfs
Eichstätt
Durchaus Glück hatte das Veranstalterteam vom Schloss Hexenagger in diesem Jahr mit dem Wetter: Während es in den vergangenen Jahren bisweilen etwas windig oder gar regnerisch zuging, wärmte heuer die Sonne den Hofgarten angenehm auf und schickte vor allem am Samstag ihre wohltuenden Strahlen.

Freuen konnten sich also am Wochenende alle, denen die Gestaltung, Verschönerung und Verzierung ihres Gartens am Herzen liegt, denn für jeden Geschmack war etwas geboten: Das reichhaltige Sortiment reichte von exotisch-mediterranen Pflanzen und seltenen Fruchtbäumen über stylische Windspiele und glitzernde Keramiktöpfe bis hin zu trendigen Gartenmöbeln. Über mangelnde Auswahl konnte man sich also wahrlich nicht beklagen. Doch auch derjenige, der aktuell keinen Garten zu gestalten hat, konnte einfach durch die Gassen des Hofgartens flanieren und sich an den farbenprächtigen Angeboten erfreuen.

An zahlreichen Stellen konnte man sich auch ausruhen: Besonders begehrt waren die Sitzmöglichkeiten unterhalb der Pavillons oder auch an den Nischen der Hofgartenmauer. Wer wollte, konnte sich auch einfach nur ins Gras legen und den Klängen des Symphonischen Blasorchesters aus Beilngries und anderer Gruppen lauschen. Handwerker zeigten, wie etwa ein Holzrechen hergestellt wird. Auch für Kinder war einiges geboten: So konnten sie sich beim Bungee-Trampolin austoben oder am Töpfern teilnehmen.

Kurzum: Es war für alle etwas geboten. „Kulinarisch-kulturelle Garten-Wohlfühl-Oase“ könnte man mit wenigen Worten das zusammenfassen, was der Veranstalter nicht nur den Besuchern präsentierte.

„Auch wir Aussteller genießen hier diese herrliche Atmosphäre im Hofgarten“, sagte etwa Monika Ransberger, die mit ihrem Weinstadl bereits zum fünften Mal in Eichstätt ist und damit schon von Anfang an mit von der Partie ist. Bis aus Straubing ist sie angereist, um die Besucher am Wochenende mit Feinkost, Spirituosen und Wellnessartikeln zu erfreuen. „Diese Ausstellung hat sich hier in der Region schon einen Namen gemacht, viele Besucher kommen schon zum wiederholten Male zu uns“, sagte die niederbayerische Fierantin.

Zu den traditionellen Besuchern zählte auch Hans Walz: „Ich finde hier immer wieder neue Ideen, um meinen Garten zu gestalten“, sagte der Eichstätter. „Vor allem die Vielfalt an Angeboten gefällt mir jedes Jahr wieder.“ Das Konzept des Veranstalters scheint gut anzukommen – doch für den Erwachsenen-Eintrittspreis von sechs Euro darf man auch einiges erwarten.

Eines war an allen Ecken augenscheinlich: Wohl kaum ein Objekt der Region eignet sich so gut für eine Gartenausstellung wie der Hofgarten – wahrscheinlich hätte Gabriel de Gabrieli seine Freude daran gehabt. Veranstalter Eberhard Leichtfuß jedenfalls war zufrieden: „Es brummt“, sagte er gestern Spätnachmittag: „Stimmung super, Aussteller zufrieden, Parkplätze prima und die neu restaurierten Pavillons der Stadt kommen besonders gut an.“