Zell: Mit Spezialgerät im Einsatz
Bei strömendem Regen hatten die Feuerwehrleute alle Hände voll zu tun. - Fotos: Patzelt
Zell

Die Großübung der Feuerwehren war eine äußerst nasse Angelegenheit. Der böige Wind trieb die Wasserfontänen der Strahlrohe und des Wasserwerfers den Wehrmännern ins Gesicht. Zudem hatte der Himmel seine Schleusen geöffnet, ein kräftiger Regenschauer ergoss sich auf die Feuerwehrleute, die sich aber dadurch von der pflichtbewussten Erfüllung ihres Auftrags in keiner Weise abhalten ließen.

Gegen 19 Uhr informierte die Integrierte Leitstelle im Rahmen der Brandschutzwoche die Feuerwehren aus Dietfurt, Zell, Vogelthal und Griesstetten/ Arnsdorf über den fiktiven Großbrand der Halle des Omnibusunternehmens Schneider am Ortsrand von Zell. Als Einsatzleiter stellte sich der Kommandant der Zeller Feuerwehr Michael Hengl zur Verfügung. Die Großübung verfolgten auch der Kreisbrandinspektor Jakob Weidinger und der Kreisbrandmeister Christoph Knappe vom Bezirk III des Kreisfeuerwehrverbands Neumarkt. Die Wasserversorgung überprüfte der Wasserwart des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Wolfsbuch-Paulushofener Gruppe, Hubert Götz aus Wolfsbuch. "Wir wollen wissen, ob und wie lange die bestehende Leitung im Falle eines Vollbrandes den Anforderungen standhält", gab Weidinger eine Vorgabe aus.

Um dies festzustellen, kam neben verschiedenen Strahlrohren auch der tragbare Wasserwerfer der Dietfurter Feuerwehr zum Einsatz. Unter den Geräten zur Brandbekämpfung zählt er zur "Königsklasse". Bei ausreichender Wasserversorgung ermöglicht er bei hohen Volumenströmen eine große Löschwirkung. "Diesmal soll der Wasserwerfer jedoch vor allem den Wasserverbrauch simulieren, den ein Drehleiterfahrzeug benötigen würde. Wir gehen so von einer Fördermenge von rund 800 Litern pro Minute aus", erläuterte Knappe. Bei einem ernsthaften Vollbrand in diesem Bereich würde nämlich das Drehleiterfahrzeug der Beilngrieser Feuerwehr zum Einsatz kommen.

Nachdem die Feuerwehr aus Vogelthal unter Leitung von Kommandant Michael Moser und die Wehr aus Griesstetten/Arnsdorf unter dem Kommando von Christian Kuffer eine rund 400 Meter lange Schlauchleitung gekoppelt und aufgebaut hatte, konnte das Signal "Wasser marsch" gegeben werden. Beim fiktiven Großbrand in der Schneider-Halle kam auch eine Wärmebildkamera der Dietfurter Feuerwehr zum Einsatz. Es handelt sich dabei um ein Gerät ähnlich einer herkömmlichen Kamera, das jedoch Infrarotstrahlung empfängt. Am Ende zeigten sich alle Beteiligten sowohl mit dem Zusammenspiel der Feuerwehren als auch mit der Wasserversorgung sehr zufrieden.