Dieser Kerl ist bescheiden. Extravagant sei höchstens seine Sportuhr, sagte Thorsten Schröder einmal in einem Interview mit einem Onlineportal. "Die war nicht ganz billig, hat GPS und ist wasserdicht." Schröder? Da klingelt's doch! Genau, der bekennende St.-Pauli-Fan ist eines der bekanntesten Gesichter des deutschen Fernsehens. Seit 2000 ist er Sprecher der Tagesschau im Ersten - und wird in diesen Tagen mal wieder seinem Ruf gerecht, der härteste Hund auf der Leinwand zu sein.

Seine Passion, neben der beruflichen: Triathlon. Nicht die gängige Volksdistanz, Schröder liebt es, sich auf der Langdistanz (3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren, 42,195 Kilometer Laufen) zu quälen. Manchmal auch in einer schlabbrigen Jogginghose, wie er zugibt. Die wird er in der Nacht auf Sonntag freilich gegen das eng anliegende Sportdress tauschen. Ja, die Welt schaut hin, wenn der 49-jährige Eisenmann der ARD, der 2012 beim Sparkassen-Münsterland-Giro aufs Rad bei den Jedermännern über 130 Kilometer stieg und 2016 im Rahmen des Volksbank-Münster-Marathons finishte, beim legendären Ironman auf Hawaii startet - berühmt berüchtigt für extreme Hitze, eine hohe Luftfeuchtigkeit, unberechenbare Winde und große körperliche Strapazen. Selbst schuld? Mitnichten - für Schröder geht ein Traum in Erfüllung.

Ankommen lautet die Devise. Nur ankommen. "Gewinnen werde ich nicht", weiß er. Die Frodenos und Kienles dieser Welt haben denn doch ihre ganz eigene (Alters-) Klasse. ‹ŒAndré Fischer