Den Fußballern des VfB Eichstätt wird zurzeit einiges zugemutet. Schon in der Vorwoche musste sich der VfB an einem Freitag um 14 Uhr auf den Weg nach Memmingen machen, am Montag ging es am frühen Nachmittag zum Pokalspiel nach Bayreuth, und auch heute gilt es, früher Feierabend zu machen. Knapp 210 Kilometer Fahrtstrecke sind es bis nach Burghausen. Nur nach Schalding-Heining ist es rund 40 Kilometer weiter. Dort spielen "die Jungs" am Samstag, 30. September, und es wartet die längste Busfahrt zu einem Spiel in der Regionalliga Bayern.

Im Achtelfinale am Montag in Bayreuth verzichtete VfB-Trainer Markus Mattes auf den angeschlagenen Lucas Schraufstetter und setzte eine Reihe etablierter Spieler auf die Bank. Und was Fabian Heckel, Carmine de Biasi oder Marcel Kraft dann gegen den Liga-Konkurrenten und Tabellenzweiten aus Bayreuth ablieferten, beeindruckte den Eichstätter Trainer nachhaltig. "Sie haben das wirklich top gemacht und eine gute Leistung gezeigt. Der Sieg wäre verdient gewesen", so der 42-Jährige. "Ich habe einige Optionen mehr und der Konkurrenzkampf ist geschürt", freut sich Mattes.

Der eine oder andere aus der zweiten Reihe könnte heute zum Einsatz kommen, denn Philipp Federl fehlt rotgesperrt, Markus Waffler und Lucas Schraufstetter sind angeschlagen und Florian Grau fällt aufgrund muskulärer Probleme aus. "Bei ihm glaube ich nicht, dass er so schnell fit wird", sagt der VfB-Trainer, der seinem Team gegen die favorisierten Hausherren, die auf Platz fünf liegen, etwas zutraut: "Spielerisch können wir mit den meisten Mannschaften nicht mithalten. Burghausen ist sehr gut besetzt, das wird sehr schwierig zu verteidigen sein. Aber wenn wir erneut viel investieren, können wir erfolgreich sein." Schraufstetter jedenfalls zeigt sich trotz einer Knochenprellung und eines Innenbandanrisses für die Aufgabe einsatzbereit: "Es muss irgendwie gehen", sagt er kämpferisch.