Töging: Noch einige Baustellen beim SV Töging
Unter Zugzwang: Der SV Töging (in Rot), hier mit Simon Schmidt (vorne) und Fabian Meier, will an diesem Sonntag nach sechs sieglosen Spielen den ATSV Pirkensee-Ponholz bezwingen. - Foto: Meier
Töging

Aktuell belegt der SV den achten Platz bei einem Torverhältnis von 7:7 und sieben Punkten. Auf Rang elf rangiert der Gastgeber und hat fünf Zähler auf seinem Konto. Bei einem Sieg könnte Pirkensee an Töging vorbeiziehen. Dies gilt es für die Akteure um Spielertrainer Oliver Überall mit aller Macht zu verhindern. Mit einem Sieg könnte sich Töging seinerseits durchaus etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen.

Aus personeller Sicht ist allerdings kaum Entwarnung zu vermelden. Neben Robert Zeller fällt nun auch Vinzenz Lindl einige Wochen aufgrund einer Bänderverletzung aus. Max und Fabian Meier sind weiterhin angeschlagen. Der Kader in Töging ist im Vergleich zu früheren Jahren sehr klein geworden. Ausfälle können nicht mehr adäquat ersetzt werden und so müssen viele Spieler angeschlagen eingesetzt werden, obwohl ihnen eine Pause guttun würde.

Besonders schmerzlich wird wohl Vinzenz Lindl vermisst werden. Bereits gegen Viehhausen war zu sehen, dass die Zweikampfstärke und die lautstarken Kommandos des Innenverteidigers fehlten. Weiterhin wirkt Oliver Überall in der Sturmspitze zeitweise noch wie ein Fremdkörper im Spiel. Hier gilt es, für Töging die Abstimmung und Laufwege besser zu gestalten. Rückblickend auf das vergangene Wochenende war die Niederlage gegen Viehhausen verdient. Die Gäste hatten eine sehr gute Spielanlage, verfügten über ein variables Positionsspiel und verhielten sich clever vor dem Tor.

Töging merkte man die drei Spiele binnen einer Woche gegen absolute Spitzenteams der Liga an. Die Kräfte ließen merklich nach und die Laufbereitschaft war nicht so hoch wie in den Partien zuvor. Zu allem Überfluss neigten die Offensivspieler in dieser Phase dazu, mit Einzelaktionen zum Erfolg kommen zu wollen und vergaßen dabei das Mannschaftsspiel. In der Vergangenheit hat der SV Töging aber immer bewiesen, dass er nur als Einheit Erfolg haben kann. Dies muss den Spielern wieder vermehrt ins Bewusstsein rücken.

Die Bilanz gegen den Gastgeber ist ausgeglichen, nachdem man in der vergangenen Saison erstmals aufeinandertraf. Ein Sieg und eine Niederlage stehen bisher zu Buche. Der langjährige Bezirksligist Pirkensee-Ponholz tut sich schwer im zweiten Kreisligajahr. Ein großer Umbruch liegt hinter der Mannschaft, die in diesem Sommer elf Zu- und acht Abgänge zu verzeichnen hatte. Mit Michael Stilp verfügt das Team über einen Spielertrainer, der bereits in der Landesliga eingesetzt wurde. Nichtsdestotrotz zählt für Töging an diesem Sonntag nur ein Sieg. Damit würde man den Vorsprung auf einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf und zu den bedrohten Plätzen ausbauen.