Es durfte gefeiert werden: MCN-Rennfahrer Pirmin Weixler (rechts) ließ sich nach seinem dritten Platz im zweiten Rennen als verdienter Gesamtsieger bejubeln.
Es durfte gefeiert werden: MCN-Rennfahrer Pirmin Weixler (rechts) ließ sich nach seinem dritten Platz im zweiten Rennen als verdienter Gesamtsieger bejubeln.
MCN
Brno
Mit von der Partie war natürlich wieder sein Racingcoach Tom Hochpointer und diesmal auch Weixlers Fitness- und Mentalcoach Bob Bonkowski – „das Dreamteam“ aus dem vergangenen Jahr, wie es der Rennfahrer des Motor-Clubs Neuburg (MCN) selbst beschreibt.

 

Nach einer hochspannenden bisherigen Rennsaison mit Tourenwagen-Motorsport vom Feinsten im Chevrolet-Cruze-Cup auf vier renommierten Rennstrecken, ging es auch beim Finale wieder von Anfang an heiß her, da alle vier Titelkontrahenten ihre Chance zum Meisterschaftsgewinn wahren wollten. Weixler startete wie immer ohne zusätzliches Training am Freitag mit dem Qualifying und konnte die zweitschnellste Runde in den Asphalt brennen. Youngster David Wassermann (Deutschland) zeigte dabei eine tolle Vorstellung und holte sich mit hauchdünnem Vorsprung die Pole-Position, Björn Dietrich (Deutschland) startete von Startplatz drei. Wolfgang Kriegl (Österreich) stellte seinen Chevi auf den fünften Startplatz.

Die Anspannung vor dem wichtigen ersten Rennlauf am Samstagnachmittag war deutlich zu spüren, konnte dieses Rennen doch bereits eine Vorentscheidung im Meisterschaftskampf bringen. Erstmals wurde in dieser Saison ein rollender Start durchgeführt, was für zusätzliche Spannung sorgen sollte: Pole-Mann Wassermann konnte seinen Platz an der Sonne nämlich nur kurzzeitig genießen und musste Weixler bereits ziehen lassen. Dahinter setzte ihn auch Dietrich gehörig unter Druck. Dietrich gelang es, Wassermann in einem harten aber fairen Zweikampf hinter sich zu lassen. Weixler hielt sich aus allem heraus und konnte sich mit konstant schnellen Rundenzeit Runde um Runde vom Rest des Feldes absetzen und einen sicheren Sieg einfahren. Ein wichtiger Schritt für Weixler, da er dadurch einen Vorsprung von sieben Punkten in der Meisterschaft hatte. Der Vorjahres-Champion Kriegl hatte auch im Rennen zu kämpfen und behielt seinen fünften Platz bis zum Rennende. Die zahlreich angereisten Fans auf den Tribünen gaben dem Meisterschaftskampf eine zusätzliche Würze und sorgen für echtes Racing-Feeling. Nach dem Sieg im ersten Rennen galt es für Weixler, noch mindestens drei wichtige Wertungspunkte zu holen, die ihm zum Titelgewinn reichen würden. Weixler hatte dazu bereits im zweiten Qualifying am Sonntagvormittag mit seiner Pole-Position einen guten Grundstock geleckt. Gefolgt von Gerald Heigis (Deutschland), der als Gaststarter im Feld war. Die drittschnellste Zeit fuhr Dietrich.

Mit einer entschlossenen Fahrt sorgte Dietrich im zweiten Rennen für Furore. Er setzte Weixler gleich nach dem Start mächtig unter Druck und übernahm schließlich auch ab der zweiten Runde die Führung. Ebenso eine tolle Aufholjagd startete Youngster Fabian Piwetz (Österreich) und kreuzte am Ende auf dem zweiten Rang die Ziellinie. Dahinter reichte ein dritter Rang Weixler zum verdienten Titelgewinn im Chevrolet-Cruze-Eurocup 2017. Auf Platz vier im Rennen holte Heigis weitere Wertungspunkte vor Wassermann und Kriegl.

Weixler nach dem Rennwochenende: „Es ist einfach unglaublich, wie schön es ist, auch nach dem Wechsel vom Renault-Twingo-Cup in den Chevrolet-Cruze-Eurocup wieder als Champion die Saison zu beenden, zumal ich nach der Disqualifikation am Red Bull Ring ein Rennwochenende ohne Punkte erlebt habe. Nach diesem Erfolg danke ich vor allem meinem Racingcoach Tom für seine wertvollen Tipps auf und neben der Rennstrecke, Bob für seine Unterstützung bei der richtigen Ernährung und mentalen Tricks, sowie selbstverständlich meinen Sponsoren und Partnern, gefolgt von meinem Rennteam rund um das Team Pfister Racing für das immer toll vorbereitet Auto.“