Ingolstadt: "Kennen jetzt die Liga"
Fiebern dem Saisonstart entgegen: Die DJK-Keglerinnen haben eine schweißtreibende Vorbereitung hinter sich. ‹ŒArch - foto: Rimmelspacher
Ingolstadt

Die Kugeln rollen mittlerweile wieder auf der Kegelbahn der DJK Ingolstadt. Noch ist hin und wieder Gelächter zu hören, doch an diesem Sonntag (13 Uhr) wird es ernst für die DJK-Keglerinnen. Mit dem Auswärtsspiel beim Aufsteiger FSV Erlangen-Bruck beginnt die neue Saison der Bundesliga 120 Wurf.

Seit Juni bereiten sich die DJK-Damen mit Trainer Roland Benesch gewissenhaft auf die Saison vor und fiebern dem Auftakt entgegen. Dem langjährigen Trainer steht dabei der komplette Kader der Vorsaison zur Verfügung, alle Spielerinnen wurden gehalten. Lediglich die frühere Mannschaftsführerin Raphaela Heinz, die sich noch in Babypause befindet, fällt in der Vorrunde weiter aus. Doch diesen Verlust hat die Mannschaft bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison beeindruckend kompensiert und ist noch enger zusammengerückt. "Die anderen Spielerinnen sind über sich hinausgewachsen, haben neue Rollen übernommen und sind trotz ihrer Jugend gereift", berichtet die erfahrene Hilde Kummer. Kummer, ehemalige Mannschaftsführerin, die sich aus der ersten Mannschaft eigentlich schon verabschiedet hatte, sprang kurzfristig in die Bresche und hatte mit starken Leistungen Anteil am souveränen Klassenerhalt.

Nach einem zwischenzeitlichen Aufbaujahr in der 2. Bundesliga kegelt die DJK nun mittlerweile wieder die zweite Saison in der deutschen Spitzenliga und hat den personellen Umbruch endgültig abgeschlossen. "Die Spielerinnen kennen jetzt alle die Liga, auch das private Umfeld hat sich eingespielt, sodass wir uns alle voll auf den Sport konzentrieren können", freut sich Trainer Benesch. Vor allem die mentale Stärke, welche die Mannschaft im Aufstiegsjahr und gerade in der vergangenen Rückrunde bewiesen hat, wird ein Schlüssel zum Erfolg sein, glaubt der Coach. "Darauf können wir jetzt aufbauen", fordert er. So fanden zu Beginn der Vorbereitung Videotrainings und Individualanalysen statt. Dadurch konnte jede Spielerin gezielt an ihren persönlichen Problemen arbeiten und Bewegungsabläufe einstudieren oder korrigieren.

Die Testspiele zeigten die Früchte der harten Arbeit. Die Teilnahme an den Landesmeisterschaften war erfolgreich, auch die Partien gegen die Herrenmannschaften des TSV Augsburg (Bezirksliga) und den TSV Ingolstadt-Nord (Landesliga) wurden gewonnen. Wichtig sei zudem der Trainingsumfang, der den Spielerinnen einige schweißtreibende Stunden abverlangte. "Bei Spielen über 120 Schub muss man das einfach trainieren", ließ sich der Trainer nicht erweichen. "Nun geht es nur noch darum, Konstanz reinzubringen", sagt Benesch. "Im Training und Testspielen ist es aber schwer, die Konzentration genauso aufrechtzuerhalten wie in einer Drucksituation", erklärt Mannschaftsführerin Laura Hager. Es gilt also, das erste Spiel abzuwarten, dann wird das Team sehen, wo es steht.

Der Liga-Neuling Erlangen-Bruck ist da als Auftaktgegner gern gesehen, danach folgen mit Bamberg und Liedolsheim zwei der schwersten Gegner der Liga. "Neben Erlangen sollte man vor allem auch den zweiten Aufsteiger, VfB Sangerhausen, hinter sich lassen. Dann sieht es ganz gut aus mit dem Verbleib", ist Benesch optimistisch ob des Saisonziels.