Hilpoltstein: Zum Lieblingsgegner Borussia Dortmund
Die einstige Hilpoltsteiner Paradedisziplin ist derzeit die größte Schwäche: In den Doppeln konnten die TV-Spieler (links Petr David, rechts Dennis Dickhardt) bislang nicht überzeugen. Das soll sich aber in Dortmund ändern. ‹ŒArch - foto: Tschapka
Hilpoltstein

Wenn der Oktober "golden" wird, könnten sich die Mittelfranken sogar weit oben in der Tabelle festsetzen. Doch dieses Ziel wird nach der heftigen 1:6-Schlappe gegen Bad Hamm im ersten Oktober-Match nur schwer zu erreichen sein. "Nichts ist unmöglich", heißt allerdings das Motto der Hilpoltsteiner, und so gehen sie durchaus optimistisch in die drei anstehenden Begegnungen. Die weite Fahrt nach Dortmund (500 Kilometer) zur berühmten Borussia war bisher jedes Mal von Erfolg gekrönt. Ausnahmslos Siege stehen in der Bilanz von Kapitän Alexander Flemming und seinen Teamkollegen.

Wenn es auch am Sonntag (14 Uhr) so kommen soll, müssen die Doppel aber besser funktionieren als zuletzt in Bad Homburg und gegen Bad Hamm, als es nur Niederlagen hagelte - ein denkbar schlechter Einstand in ein Match, bei dem die Doppel ein Drittel der notwendigen Siegpunkte ausmachen können. Und ein 0:2 in den Doppeln haben die Hilpoltsteiner noch nie wettmachen können.

Doch nicht nur in den Doppeln müssen die Hilpoltsteiner zulegen. Alex Flemming (3:5 Siege) und Petr David (0:7) im vorderen Paarkreuz dürfen sich nicht darauf verlassen, dass im hinteren Paarkreuz Dennis Dickhardt (4:3) und Nico Christ (5:1) die Kohlen aus dem Feuer holen. Besonders Petr David, der im Pokal gegen den bärenstarken Königshofener Japaner Mizuki Oikawa gezeigt hat, dass er jeden Gegner besiegen kann, muss in den Punktspielen zulegen - was gegen die Dortmunder Asse Bence Majoros (3:3) und Erik Bottroff (1:4) gewiss nicht einfach wird.

Auch im hinteren Paarkreuz sind die Dortmunder nicht von Pappe: Der ungarische Nationalspieler Adam Szudi (3:2) und der vielfache russische Meister Evgenij Fadeev haben zwar zusammengenommen die schlechtere Bilanz (5:5) als die Hilpoltsteiner Dickhardt und Christ (9:4), aber wie der bisherige Verlauf in der 2. Bundesliga gezeigt hat, sagen die Bilanzen noch nicht sehr viel aus. Nach wie vor gilt: Jeder kann jeden schlagen. So kam Dortmund zu Hause gegen Jülich, das in Bad Hamm mit 0:6 unter die Räder kam, nicht über ein 5:5 hinaus, gewann aber selbst in Bad Hamm mit 6:4. In Saarbrücken gingen die Borussen gar mit 1:6 unter und liegen so nur einen Platz vor dem TV Hilpoltstein, der mit einem Sieg einen deutlichen Sprung vom siebten Platz aus nach vorne machen könnte.

Und wer weiß: Vielleicht hält ja das Gesetz der Serie, und Hilpoltstein verliert nicht in Dortmund. Es wäre ein gutes Omen für den weiteren Saisonverlauf. Doch dazu müssen die Gäste vor allem die knappen Sätze gewinnen. Nur 19 von 48 knappen Sätzen mit zwei Punkten Unterschied haben die Hilpoltsteiner in dieser Saison für sich entschieden. Das ist zum Siegen auf Dauer einfach zu wenig. Wer das Spiel ab 14 Uhr verfolgen will, kann unter www.tvhiptt.de jeden einzelnen Punkt nachvollziehen.