Als der TSV Greding am zweiten Spieltag gegen den FC Holzheim kurz vor Schluss das 2:2 schlucken musste, versprach man sich, dass dies nie wieder geschehen würde. Der Schwur hielt einen Monat, denn mit Treffern quasi im letzten Augenblick hat es so seine Bewandtnis. Einmal profitiert man, so geschehen gegen Roth, dann wird aus sicheren drei Punkten nur ein Zähler, Dittenheim lässt grüßen. "Wir sollten jetzt nicht den Stab darüber brechen, denn wir haben bis jetzt immer gute Spiele abgeliefert. Wären wir etwas kaltschnäuziger, dann stünden wir bei 17 Punkten, also ganz oben", sagt Trainer Christoph Biedermann. "Oberhauser, der Torschütze zum 2:2, hat mir gesagt, dass niemand mehr aus Dittenheim noch einen Cent auf ein Remis gesetzt hätte." Biedermann vermisst, dass das Team die Leistung nicht über volle 90 Minuten abruft. Gegentore aus dem Nichts dürfen nicht fallen. Doch auch Positives war zu vermerken, wie etwa der Startelfeinsatz von Patrick Meyer. "Mit 19 Jahren in der Bezirksliga zu bestehen ist großartig. Patrick ist in jedem Training. Er ist enorm fleißig und motiviert. Das gilt natürlich auch für die anderen jungen Helden bei uns."

An diesem Samstag empfängt der TSV den Aufsteiger STV Deutenbach, ein Team aus dem Ortsteil der Stadt Stein, das seit dem Sommer eine Klasse höher eingestuft ist als der FC.

Dazu führt die Mannschaft von Trainer Arno Zeilmann die Tabelle an. "Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass bei einem Aufsteiger ein gewisses Maß an Euphorie mitschwingt. Als ich mit Tobias Kratzer in Holzheim die Deutenbacher bei ihrer einzigen Saisonniederlage gesehen habe, da hatte ich nicht den Eindruck, dass dies Elf nach acht Spieltagen ganz oben steht", sagt Biedermann. Eine Enttäuschung war für die Deutenbacher die Einordnung in die Süd-Gruppe, wodurch ihnen Derbys verloren gingen. Doch der Meister der Kreisliga Nürnberg/Frankenhöhe 2 hat sich gut akklimatisiert, mit Markus Brattinger einen Spielstrategen und mit Lucas Leigeber einen Torjäger in seinen Reihen.