Greding: Büttner-Festspiele beim TC Greding
Foto: Martin Bauernfeind
Greding

Bei der männlichen U21 verteidigte Sophias Bruder André seinen Titel. Gegen den Ausnahmespieler vom CAM Nürnberg war auch heuer kein Kraut gewachsen.

Vier Tage lang stand die Anlage des TC GW Greding im Zeichen des Tennissports: 91 Nachwuchsspieler kämpften dort in neun Konkurrenzen um den Sieg. Aus ganz Bayern waren die Spieler wieder nach Greding gekommen. Besonders erfreulich diesmal: die hohe Zahl der Lokalmatadoren, die das Salz in der Suppe bildeten. Einen tollen Job machten die Turnierleiter Gert Sorgatz und Daniel Geyer mit ihrem Team.

An Turniertag eins waren zunächst die Jüngsten auf Kleinfeld an der Reihe. Selbst dort sah man deutliche Unterschiede im technischen Niveau: Cross-Duelle, Winkelspiel, harte Aufschläge - alles was zum Tennis gehört. Zwei Spieler landeten auf den ersten beiden Plätzen bei den Jungs der U 8. Leo Distler (FC Schwand) blieb ungeschlagen vor Thomas Meier (MBB Manching). Bei den Mädchen landete Amelie Heidingsfelder vom FC Schwand auf Rang eins. Auf den weiteren Plätzen deuteten drei Gredinger Spielerinnen ihr Talent an: Elisabeth Tietz, Marie Grünleitner und Emma Stadler - sie belegten die Plätze zwei bis vier.

An Turniertag zwei ging der Nachwuchs U 21 an den Start. Die ältesten Spieler sind dort bereits 21 Jahre. Die beiden Nachwuchskonkurrenzen waren wie immer herausragend besetzt: Mit dabei waren auch die Geschwister Büttner vom Club am Marienberg Nürnberg. Zwei Ausnahmesportler, die im Ligabetrieb in der Regionalliga an den Start gehen. Am Ende entschieden sie das Turnier für sich. Das größte Feld des gesamten Turniers ging beim weiblichen Nachwuchs ins Rennen: Darunter zweimal die Leistungsklasse (LK) 1, dazu zweimal LK 2. Ein kleines Feld, aber qualitativ hochwertig ging bei den jungen Herren an den Start. Dort tummelte sich dreimal die Leistungsklasse eins. Und gleich im Viertelfinale gab es ein Knallerspiel zu bestaunen: Michael Sperl von Grün-Weiß Luitopoldpark München lieferte sich mit Tobias Schaller von TC RW Erlangen einen packenden Tenniskrimi über drei Sätze.

Turniertag drei, der Samstag, war der Tag der Lokalmatadoren. Noch nie waren bei einem Turnier so viele Spieler aus dem eigenen Verein vertreten: Vom TC Greding gingen 21 Akteure an den Start, der TV Thalmässing war mit fünf Spielern vertreten. Und schon am Vortag gab es zwei Duftmarken. Zwei Thalmässinger Nachwuchsspieler ließen ihr Können aufblitzen: Fabio Perkowski und Jan Heymanns vom TV Thalmässing belegten in der Kategorie U 10 männlich die Ränge zwei und drei. Einen Tag später kamen die Nachwuchsspieler des TC Greding zum Einsatz. Bei der U 14 weiblich gelangten drei einheimische Nachwuchspielerinnen bis ins Viertelfinale: Johanna Herrler, Naomi Trejo und Franziska Zink spielten ein starkes Turnier. Gegen Topgegner hatten sich Sina Weingärtner und Katerina Fotopoulos in der Königsklasse U 21 zu bewähren, beide schlugen sich achtbar. Fazit für den TC Greding: Insgesamt hat man im Nachwuchsbereich aufgeholt. Die Jugendarbeit von Thomas Ochsenkühn und Renate Winkler macht sich bemerkbar.

Die Höhepunkte des Gredinger Turniers gab es an Tag vier zu sehen. Die Halbfinals und Endspiele standen an. Spektakuläre Spiele gab es insbesondere in der Königsklasse des Nachwuchses (U21): André Büttner zeigte im ersten Halbfinale gegen Tobias Schaller sofort, dass auch heuer der Titel nur über ihn geht. Schaller entwächst im nächsten Jahr dem Jugendbereich. Bei seiner Abschiedsvorstellung hielt Schaller zwar dagegen, war gegen die Klasse von Büttner aber chancenlos. Überraschend ins zweite Halbfinale gelangt war Bastian Falk vom TC Greding. Mit sicherem und konzentriertem Tennis von der Grundlinie stieß er bis unter die letzten Vier vor. Allerdings gab es dann gegen seinen übermächtigen Gegner - genau 17 Leistungsklassen Unterschied lagen zwischen den beiden Kontrahenten - nichts zu holen. Trotzdem ein toller Erfolg für den Gredinger, schon lange nicht mehr war ein heimischer Spieler in der U21-Konkurrenz auf dem Treppchen gestanden. Falks Gegner Lion Knott hatte gegen Andre Büttner im Finale dann keine Chance. Büttner scheint noch einmal einen Leistungssprung gemacht zu haben. Ein knallharter Aufschlag, scharf gezogene Grundschläge und eine starke Athletik: Dagegen war kein Kraut gewachsen. Mit 6:0 und 6:1 ließ Büttner seinem Gegner keine Chance. Im Damenendspiel hatte Schwester Sophia Büttner anfangs zu beißen. Sie konnte aber nach verlorenem ersten Satz das Spiel noch drehen und gewann im Matchtiebreak gegen Chiara Waigand von TC RW Straubing.