„Sie haben einen guten Forecheck gemacht. Dadurch sind wir ins Straucheln gekommen“, meinte Laurin Braun und brachte es auf den Punkt: „Es waren zu viele Fehler.“ Trainer Tommy Samuelsson ergänzte nach der zweiten Niederlage im dritten Saisonspiel der Deutschen Eishockey-Liga (DEL): „Wir haben uns selbst geschlagen.“

Dank eines frühen Überzahlspiels erwischte Krefeld den besseren Start und sorgte gleich für drei Premieren. Zum einen gelang Markus Nordlund (3.) mit einem Distanzschuss zum 1:0 sein erstes Tor für die Pinguine, nachdem der Verteidiger erst am Vortag unter Vertrag genommen worden war. Zudem kassierte Ingolstadts Torhüter Jochen Reimer, der nach seinem Shut-Out in München den Vorzug vor Timo Pielmeier erhalten hatte, sein erstes Gegentor in der Saison. Und dann war der Treffer auch noch das erste Unterzahlgegentor für die Panther in der noch jungen Spielzeit.

Doch trotz des frühen Treffers waren die Ingolstädter in der Folge tonangebend und kamen durch Sean Sullivan (7.) zum Ausgleich. Ein Schlenzer des Verteidigers fand den Weg an Andrew Engelage vorbei ins Tor, da John Laliberte dem Krefelder Goalie die Sicht versperrte. Der Kanadier in Diensten der Rheinländer stand nun immer öfter im Mittelpunkt, war bei den Abschlüssen von Kael Mouillierat (12.), Laliberte (13.) und Jacob Berglund (15./Penalty) aber zur Stelle.

Der zweite Treffer des ERC lag in der Luft, doch wie aus dem Nichts gingen die Pinguine wieder in Führung. Zunächst profitierte Marcel Müller (16.) von einem Fehler von Reimer, als dem Schlussmann die Scheibe unter der Fanghand zum 2:1 durchrutschte. Nur 76 Sekunden später bestrafte Mike Mieszkowski (18.) einen Patzer von Rückkehrer Mike Collins sogar mit dem 3:1.

Bekamen die Ingolstädter im ersten Durchgang noch Anschauungsunterricht in Sachen Effizienz, präsentierten sie sich im zweiten Drittel als die kaltschnäuzigere Mannschaft und schafften den Ausgleich. Darin Olver (26.) war der Anschlusstreffer vorbehalten, als er einen Querpass von Mouillierat sehenswert mit dem Rücken zum Tor verwertete. Wenig später legte Braun (30.) nach einer schnellen Kombination mit Petr Taticek das 3:3 nach. „Wir sind froh, dass wir wieder dran sind, und setzen alles daran, um das Spiel im letzten Drittel noch für uns zu entscheiden“, sagte Thomas Greilinger in der Drittelpause bei telekomsport.de.

Daraus wurde aber nichts, da sich der ERC in Person von Matt Pelech erneut einen folgenschweren Aussetzer leistete. Nach einem Puckverlust kam die Scheibe nämlich zu Kurt Davis (46.), der zum 4:3 traf. Weil kurz darauf Reimer gegen Meisterpanther Christoph Gawlik (49.) – der 30-Jährige traf zum ersten Mal seit seinem Weggang auf den ERC – eine sensationelle Parade zeigte, durften die rund 15 mitgereisten Panther-Fans auf ein erneutes Comeback ihrer Mannschaft hoffen. Justin Feser (56.) zerstörte diese Hoffnungen aber mit dem 5:3 kurz vor Schluss endgültig.

Krefeld Pinguine: Engelage - Seifert, Davis; St. Pierre, Faber; Nordlund, Vainonen; Hofland - Schymainski, Gawlik, Grygiel; Trettenes, Feser, Kristiansen; Umicevic, Pietta, Müller; Orendorz, Hofland, Mieszkowski.

ERC Ingolstadt: Reimer - Wagner, Friesen; Pelech, Sullivan; Kohl, McNeill; Schopper - Collins, Olson, Braun; Berglund, Olver, Mouillierat; Mauldin, Buck, Laliberte; Greilinger, Taticek, Elsner.

Tore: 1:0 Nordlund (3.), 1:1 Sullivan (7.), 2:1 Müller (16.), 3:1 Mieszkowski (18.), 3:2 Olver (26.), 3:3 Braun (30.), 4:3 Davis (46.), 5:3 Feser (56.).

Strafminuten: 4 / 10.

Schiedsrichter: Hoppe, Iwert.

Zuschauer: 3579.