EIn Talent auf dem Sprung: Maximilan Englbrecht. - Foto: Bösl
In der Deutschen Eishockey-Liga hat der 18-jährige gebürtige Landshuter bisher noch keine Minute gespielt, in der zweiten Liga stand er immerhin schon mal ein Drittel lang für Landshut im Tor – trotzdem schaffte er es nun in den elitären Kreis der besten deutschen Cracks. Klingt nach einer Blitzkarriere, ist aber nicht so. Vielmehr hat Englbrecht davon profitiert, dass Dimitri Pätzold (Hannover) und Youri Ziffzer (Berlin) mit ihren Klubs noch um die Meisterschaft spielen. Und dessen ist sich der Youngster auch bewusst. "Die Einladung kam schon überraschend. Aber man hat mir gesagt, dass ich durchaus ein Perspektivspieler bin", sagt Englbrecht. Nervös sei er beim ersten Training nicht gewesen. Schließlich stand er schon in der U 16- und U17-Nationalmannschaft im Tor. Und auch im Mutterland des Eishockeys sammelte der Förderlizenzspieler des ERC schon Erfahrungen. In einer Juniorenliga lief Englbrecht – wenn auch nur für drei Monate – für die Niagara IceDogs auf. Weil sich der Verein nicht an Absprachen gehalten habe, entschloss sich der Torhüter zur Rückkehr nach Deutschland. "Alle Vereine hatten ihre Spieler zusammen. Zum Glück gab mir der ERC dann die Chance als dritter Torhüter", erzählt Englbrecht. Eiszeit bekam er bei den Panthern freilich nicht..

Per Förderlizenz durfte der Landshuter sich dafür in der Oberliga in Deggendorf beweisen. "Das Spiel ist sicher nicht so schnell, aber dafür habe ich immer sehr viele Schüsse bekommen. Und das ist für einen Torhüter ja sehr wichtig." Meistens saß sein Vater auf der Tribüne und nach dem Spiel gab es dann eine genaue Analyse. "Er ist schon mein größter Kritiker. Aber das ist auch in Ordnung so, schließlich weiß er als Ex-Profi, wovon er spricht", sagt der Filius.

Wo er in der nächsten Saison das Tor hüten wird, ist indes noch nicht klar. "Mein Agent hat mit ein paar Vereinen gesprochen, aber mein Traum ist es, beim ERC zu bleiben", sagt Englbrecht. Dann würde er auch auf einen guten Bekannten treffen. Denn den künftigen ERC-Goalie Dimitri Pätzold kennt er von der Arbeit seines Vaters als Bundestorwarttrainer gut. "Dimitri ist ein Riesentyp. Von ihm könnte ich viel lernen", ist er sich sicher.

Vielleicht klappt ja dann eines Tages der Sprung nach Nordamerika in die NHL. Dort spielt auch sein Vorbild Carey Price bei den Montreal Canadians. Der Goalie ist erst 21 Jahre alt. "Das zeigt doch, dass es möglich ist. Auch für einen Youngster. Man muss nur hart arbeiten und seine Chance nutzen, wenn sie kommt", lautete sein Credo. An Pfingsten ist er seinem Idol schon mal sehr nah. Dann geht es mit den Eltern zum Urlaub in die USA. Klar, dass dann auch ein paar NHL-Spiele auf dem Programm stehen.