Bei einer Sitzung des sogenannten Vor-Ältestenrats verständigten sich die im neuen Bundestag vertretenen Fraktionen am Freitag auf einen entsprechenden Vorschlag des scheidenden Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (CDU). Bislang noch unklar ist die Anzahl der Bundestagsvizepräsidenten sowie die Raumverteilung unter den Fraktionen.

Bei der Eröffnungssitzung am 24. Oktober soll die AfD vom Präsidium aus gesehen ganz rechts sitzen, daneben die FDP und dann weiter nach links gehend CDU/CSU, Grüne, SPD und Linkspartei. Dies bestätigte auch die FDP, die aber die Hoffnung auf einen Platz in der Mitte des Plenums noch nicht aufgegeben hat. "Wir behalten uns aber vor, für die dauerhafte Sitzordnung das noch einmal zu debattieren", sagte FDP-Sprecher Nils Droste.

Generell soll über die dauerhafte Sitzordnung erst nach der konstituierenden Sitzung entschieden werden. Dort soll voraussichtlich der bisherige Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zum neuen Bundestagspräsidenten gewählt werden. Er würde Lammert ablösen, der nicht mehr für den Bundestag kandidiert hatte.

Klar ist, dass darüber hinaus jeder Fraktion ein Vizepräsidentenposten zusteht. Dabei könnte es aus Sicht der Grünen bleiben, sagte Grünen-Parlamentsgeschäftsführerin Britta Haßelmann. Auch die FDP hält einen Parlaments-Vize pro Fraktion für ausreichend. Aus Union und SPD gibt es aber Wünsche nach jeweils einem weiteren Stellvertreter.

Über die Aufteilung der Fraktionssäle wird laut Haßelmann auf Arbeitsebene weiter beraten. Sie machte deutlich, dass sie einen Saal für jede Fraktion auf der Fraktionsebene des Reichstags für angemessen und auch möglich hält, da dort acht Säle für künftig sechs Fraktionen vorhanden seien.