Wasser marsch! Es folgte ein typisches Beispiel dafür, wie heute eine Sau durchs mediale Dorf getrieben wird.

Es begann mit der Emotionswelle im Internet. Die einen feierten den wehrhaften Wehrmann als Helden, die anderen meinten, er selbst und nicht nur die Gaffer, die die Rettungsarbeiten und den Verkehr behindert haben, seien ein Fall für die Justiz. Eine Zeitung hat bei einem Anwalt nachgefragt, der von der konkreten Situation nicht mehr wusste als jeder andere, der nicht dabei war. Doch er war sich sicher: Die Staatsanwaltschaft muss gegen den "Schützen" ermitteln.

Ohne dass sich ein "Offizieller" zu einem Ermittlungsverfahren geäußert hätte, kochte der Volkszorn erst so richtig hoch. Auch die Polizei kritisiert die Aktion mittlerweile. Dabei erklärte sie noch unmittelbar nach dem Einsatz: "Die Feuerwehr hat in Absprache mit uns mit einem Wasserschlauch Aufmerksamkeit erzeugt und gezeigt, dass es (das Gaffen) so nicht geht." Warum also die Aufregung? Dass sein Vorgehen nicht optimal war, dürfte dem Feuerwehrmann selbst mittlerweile klar sein. Außer Frage aber steht, dass jene, die die Unfallopfer fotografiert haben, mit einer Strafe rechnen müssen. Und das ist auch gut so. Um sie kümmert sich die Polizei. Denn sie hat die Gaffer an der Unfallstelle gefilmt.