Aus einem ganz bestimmten Grund, wie Klaus Toll sagt: „Ich denke, dass die Fronten sehr festgefahren sind. Unsere Politiker haben ihre Sichtweise und scheinen leider Scheuklappen zu besitzen. Mit der Umfrage möchten wir den Entscheidungsträgern eine Möglichkeit bieten, ihre Sichtweise endlich zu erweitern.“ Und vielleicht rege sie dazu an, etwas über den Tellerrand hinaus zu sehen und endlich einen Kompromiss zu finden.

Der Bürgerwerkstatt Schrobenhausen ist es seit langem schon ein Anliegen, mehr Bürgerbeteiligung in die Schrobenhausener Kommunalpolitik zu bringen. „Mehr offene Informationen und Öffentlichkeit statt Hinterzimmerpolitik“, fordert Toll, der von Kompetenzteams unter Ausschluss der Öffentlichkeit offenkundig überhaupt nichts hält: „Ich zweifle leider zu oft daran, dass wir wirkliche Volksvertreter haben. Leider habe ich immer öfter das Gefühl, viele von ihnen kennen ihre Wähler beziehungsweise die Wünsche der Wähler nicht.“ Er ist sich sicher, dass er mit dieser Meinung nicht alleine dasteht: „Die immer weiter sinkende Wahlbeteiligung zeigt, dass es immer mehr Bürgern genauso geht.“

Die Stadthallenumfrage der Bürgerwerkstatt gibt dabei keinen Favoriten vor: „Wichtig ist bei der Umfrage, so Toll, dass sie neutral ist, sie soll nur Meinungen abfragen“.