Mit "sag mir, wo ich beginnen soll" begann Peter Licht diesen Abend. Bei diesem, wie auch einigen der folgenden Texte, reihen sich Sätze und Halbsätze aneinander, die Sprachgirlanden gleich, miteinander verknüpft sind. Dabei geht es nicht um einen gleichmäßigen Erzählfluss, vielmehr entstehen durch intensive Sprache Bilder im Kopf, die durch Wiederholungen, Sprachwitz und fein ausgedachte Wortspielereien verstärkt werden. Und immer wieder scheint eine deutliche Zeitkritik durch, verpackt in Geschichten, die die Absurdität des Alltags widerspiegeln.

In einem anschließend mit Kunstvereinschef Steffen Kopetzky geführten Gespräch erläuterte Peter Licht einige seiner Ideen hinter den Texten. Der schwarze Humor, der sich aus einer Mischung aus Heiterkeit und Verzweiflung speist. Die Vorliebe für Kausalketten, die in sich schlüssig und unwiderlegbar, dabei aber nicht frei von Absurdität und ablenkendem Theaterdampf sind. Als Musiker möchte Peter Licht, dass auch seine Texte einen eigenen Sound haben. Wie in der Popmusik geht es nicht immer um Inhalt und Verständnis, aber es soll sich unbedingt gut anhören. Und das ist hervorragend gelungen.

Den entspannten Rahmen der Veranstaltung bildete die neu gestaltete Terrasse der Kunsthalle. Im Stil der Gartenschau lädt diese mit Loungemöbeln aus Europaletten zum Verweilen ein, ganz im Sinne von Peter Lichts Sommerhit "Wenn ich nicht hier bin, bin ich auf dem Sonnendeck."