Rathauschef Stefan Kumpf (CSU) und sein Parteifreund Bernd Nentwig stellten klar, dass es zuerst um die Aufstellung gehe, die Planungen folgen erst später.

Beim Bebauungsplan Straßäcker ging das Gremium alle Anregungen aus der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden durch. Gegenüber dem ersten Entwurf verzichten die Planer jetzt auf ein Regenrückhaltebecken. Obwohl das Gelände aufgefüllt wird, ist das Gefälle dafür zu gering. Stattdessen soll das Wasser versickern. Es gebe genügend Abstand zu den Altanliegern, die keinerlei Nachteile erleiden sollen. Außerdem ist die Bebauung kleinteiliger geworden. Zwischen 97 und 138 Wohneinheiten sollen entstehen und damit mehr als ursprünglich. Es sind Einzel-, Doppel-, Reihen- und Mehrfachhäuser (zum Teil mit Terrassengeschossen oben) geplant. Christa Froschmeir hat den Eindruck einer sehr massiven und engen Bebauung. "Die Zeiten ändern sich", erwiderte Tobias Appel (CSU), und seine Parteifreundin Lena Hufnagl ergänzte: "Wir dürfen nicht immer neu das Diskutieren anfangen. Der Bedarf ist da." Martin Wendl (Grüne) und Dominik Krammer (SPD) ergänzten, dass auch in Karlskron die Zeit der 700-Quadratmeter-Grundstücke vorbei sei.

Anstelle begrünter Garagen hätte Thomas Krammer (SPD) lieber Tiefgaragen, was nach Angaben des Planungsbüros Wipfler beim Grundwasserstand in Karlskron sehr schwierig sei. Auch Wendl hätte lieber eine anspruchsvolle Gestaltung und eine Tiefgarage, weil dann mehr Wohnfläche zur Verfügung stünde. Appel erwiderte, dass das Bauvorhaben dann teurer werde. Doch Krammer ließ nicht locker: Vor einer Entscheidung sollten zunächst die Mehrkosten einer Tiefgarage geprüft werden. Erwin Kübler (FW) warf dagegen ein, dass ohnehin die meisten Autos auf der Straße stünden. Das Thema Parkplätze kam auch beim Bebauungsplan Josephenburger Weiher wieder auf, wo seniorengerechte Wohnungen entstehen sollen. Für den Bau der Turnhalle hat die Gemeinde einen Förderkredit von knapp einer Million Euro mit einer Laufzeit von zehn Jahren aufgenommen. Vermutlich wird heuer noch ein Darlehen nötig. Die Gemeinde hat außerdem einen Kassenkredit aufgenommen: Von einer halben Million Euro wurden bisher 217 000 in Anspruch genommen. Auch die Kirchenmauer war Thema im Rat. Ein Unbekannter war im Herbst 2017 dagegengefahren und hatte die Mauer beschädigt. Die Ermittlungen gegen Unbekannt wurden eingestellt.

Die Gemeinde wird auch 2020 bis 2022 bei Normalstrom bleiben - allerdings gab es vier Gegenstimmen. Schließlich gab Kumpf noch die Termine für die Bürgerversammlungen bekannt. Dies sind Mittwoch, 14. März, Donnerstag, 22. März, sowie am Samstag, 24. März, in Karlskron. Der Bürgermeister will einen neuen Weg gehen: Diese Sitzung beginnt bereits um 14.30 Uhr.