Pfaffenhofen: Strahlen im Sonnenschein
Die Sonnenschein-Kinder hatten viel Spaß dabei, sich bei der Eröffnung der Heilpädagogischen Tagesstätte den vielen Gästen zu präsentieren. Musik und Bewegungsspiele gehörten dazu. - Foto: Eibisch
Pfaffenhofen
Die Sonnenschein-Tagestätte gibt es zwar schon seit 2003, doch jetzt wurde sie auch offiziell vom Bezirk Oberbayern genehmigt. Und das bedeutet: Der Bezirk trägt die jährlichen Kosten von 300 000 Euro für zwei Gruppen mit je neun Buben und Mädchen im Kindergartenalter. Die Heilpädagogische Tagesstätte ist ein spezielles Angebot für Kinder von drei Jahren bis zur Einschulung mit erhöhtem Förderbedarf. Gefördert werden Kinder mit Entwicklungsverzögerungen (Wahrnehmung, Sprache, Grob- und Feinmotorik) und Verhaltensauffälligkeiten (Aggressivität, Schüchternheit und Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen).
 
Das Einzugsgebiet umfasst den gesamten Landkreis, die Kinder werden mit Kleinbussen direkt zu Hause abgeholt und auch wieder heimgefahren. Um die Kinder optimal zu fördern, ist die Zusammenarbeit mit dem Elternhaus besonders wichtig. Zu den speziellen Angeboten gehören unter anderem Ergotherapie, Logopädie, Psychotherapie und der Heilpädagogische Fachdienst.

Bei der Eröffnung erwähnte der Vorsitzende des Vereins Hilfe für das behinderte Kind, Anton Steinberger, dass die Heilpädagogische Tagesstätte nun mit zwei Gruppen aktiv ist. Stellvertretender Landrat Anton Westner (CSU) drückte den Dank des Landkreises für die von den Fachkräften geleistete Arbeit aus: „Wir wissen alle die hier geleistete wertvolle Arbeit zu schätzen.“ Sonnenschein-Leiterin Susanne Obermanns wies in ihren Vorstellung der zwei Gruppen darauf hin, dass „etwa 20 Prozent aller Kinder emotionale Defizite haben. Eine unserer Aufgaben sehen wir darin, den Kindern zu vermitteln, Grenzen zu akzeptieren.“

Geschäftsführer Franz Schreyer gab bekannt, dass „beide Gruppen voll belegt sind und dass bereits mehrere Anmeldungen vorliegen.“ Pfarrerin Christiane Murner, die eine kleine Andacht auch im Namen ihres verhinderten katholischen Kollegen Frank Faulhaber hielt, bat Gott darum, „dass er unsere Herzen öffnet, damit wir die Kinder verstehen.“