Die zeitliche Abfolge der Baumaßnahme auf der Anton-Schranz-Straße zwischen Ingolstädter Straße in Richtung Weiberrast habe ich genauso wie viele meiner CSU-Kollegen infrage gestellt. In der Stadtratssitzung vom 7. September sollte nach meiner Meinung die Straßensanierung im Vollausbau nach hinten verschoben werden.

In meiner beruflichen Tätigkeit, auch in Zusammenhang mit vielen Straßenbaumaßnahmen, wurde stets anders verfahren als aktuell beschlossen. Erst nach Ausbau der Infrastruktur im Baugebiet wurde rund ums Baugebiet mit den Hauptstraßen beziehungsweise Umgehungsstraßen im Vollausbau begonnen, hier soll es nun umgekehrt laufen. Kaputte Straßen aufgrund des massiven Schwerlastverkehrs wären die Folge. Mein Vorschlag: die aktuell geplante Umgehungsstraßensanierung gleich mit weiteren Maßnahmen an der Umgehungsstraße koppeln und eine Gesamtausschreibung durchführen. Wie in der letzten Stadtratssitzung angesprochen soll dies unter Einbeziehung eines parallel laufenden Radlweges bis zur Hohenwarter Straße erfolgen. Die Maßnahme sollte dann aufgeteilt in einzelne Bauabschnitte, wie bei der Sitzung vorgeschlagen, zügig und etappenweise ohne zeitlichen Stopp als Gesamtkonzept umgesetzt werden. Mein Vorschlag zielte nicht auf eine etappenweise Straßensperrung bei der aktuell geplanten Sanierung ab. Die Straßensanierung sollte als ein schlüssiges ausgearbeitetes Gesamtkonzept unter Einbindung der geplanten Straßenbaumaßnahmen inclusive Radlwege umgesetzt werden.

Mehrheiten entscheiden, das ist zu akzeptieren. Jedoch nicht die Aussage unseres Zweiten Bürgermeisters Albert Gürtner: "Die Leute halten uns für verrückt, wenn wir die aktuell geplante Straße etappenweise sperren" - das will auch ich nicht. Vorausgegangen war dieser Aussage eine sehr hitzige Debatte mit vielen Wortmeldungen, bei der man leicht als Sitzungsleiter den Faden verlieren kann. Als völlig aus dem Zusammenhang gerissen und als überflüssig kann diese Aussage deswegen gewertet werden.

Michael Kaindl, Stadtrat