Pfaffenhofen: Sparpotenziale aufgezeigt
Die beteiligten Studenten der TH Ingolstadt mit Projektleiter Professor Peter Weitz (hintere Reihe, 2. von links) sowie Karl Huber (dritte Reihe, ganz links), Manfred Betzin (hintere Reihe, ganz rechts) und Helmut Bergwinkel (hintere Reihe, 2. von rechts) nach der Vorstellung der Ergebnisse. - Foto: Landratsamt
Pfaffenhofen

Im Fokus standen konkrete Aufgabenstellungen, die im Rahmen eines studentischen Projekts des Lehrstuhls für Projekt- und Kostenmanagement der Technischen Hochschule (THI) im Sommersemester untersucht wurden, erklärt Doris Rottler vom Fachbereich Energie und Klimaschutz am Landratsamt Pfaffenhofen. Sie hatte die Kooperation initiiert. Die drei Kreisgemeinden Ernsgaden, Jetzendorf und Pörnbach nahmen letztlich als Projektpartner daran teil.

Untersuchungsgegenstand in Ernsgaden war die Abwasserentsorgung. "Durch Investitionen in neue Pumpen könnte die Vakuumpumpstation mit einem erheblich geringeren Energieaufwand und damit auch niedrigeren Kosten für die Gemeinde betrieben werden", lautete das Ergebnis der Studenten. Weitere Energiekosten könnten mit einer Photovoltaikanlage (PV) für den Betrieb der Vakuumpumpstation eingespart werden. Dazu Ernsgadens Bürgermeister Karl Huber (CSU): "Die Ergebnisse sind für uns eine wertvolle Grundlage zur technischen Verbesserung unserer Entwässerungsanlage."

In Jetzendorf haben sich die Studenten mit der Wasserversorgung auseinandergesetzt. Allein in diesem Bereich könnte nach dem Ergebnis der Studenten die Gemeinde ihren Energieverbrauch um etwa ein Viertel reduzieren. Dazu müsste allerdings zunächst in eine neue Pumpe investiert werden. Der Strombedarf könnte hier ebenfalls über eine PV-Anlage gedeckt werden. Als weiteres Projekt haben die Studenten in Jetzendorf die Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage auf einem Lärmschutzwall geprüft, Abnehmer des Stroms könnte ein ortsansässiger Gewerbebetrieb sein. Wie diese Ergebnisse von Bürgermeister Manfred Betzin (CSU) bewertet und letztlich umgesetzt werden, wird sich zeigen.

In Pörnbach betrachteten die Studenten das Wasserwerk in Puch. Die Pumptechnik dort ist ihnen zufolge stark abgenutzt und passt nicht auf das Anforderungsprofil. Durch eine technische Umrüstung könnte auch dort ein gutes Viertel des aktuell verbrauchten Stroms eingespart werden. Durch die Erneuerung der Pumpe könnte der Gesamtstromverbrauch sogar geviertelt werden - was ein ganz erhebliches Einsparpotenzial bedeutet. Und von einer PV-Anlage zur Eigenstromerzeugung am Wasserwerk könnte die Gemeinde zusätzlich profitieren. Der Pörnbacher Bürgermeister Helmut Bergwinkel (Fortschrittsliste) zeigte sich hierauf vom Projektverlauf auch insgesamt sehr angetan: "Die Ergebnisse sind sehr gut - und für die Gemeinde gewinnbringend. Wir werden die Ergebnisse weiter mit großem Interesse verfolgen."

Als Projektleiter äußerte sich Professor Peter Weitz nicht nur über den Projektverlauf, sondern auch über die erzielten Ergebnisse sehr erfreut: "Das Studentenprojekt zeigt, dass unsere Ergebnisse nicht nur unseren Lehrauftrag im Studentenprojekt erfüllen, sondern den Gemeinden auch interessante Ansätze geben können, um Energie und Kosten zu sparen." Weitz würde sich freuen, wenn die Gemeinden den einen oder anderen Ansatz weiterhin verfolgen oder gar umsetzen würden.