Pfaffenhofen: Mit Singen Stimmung machen
Mit Hingabe dabei: Die Liedertafel Pfaffenhofen um ihre Dirigentin Martha Martzak - Fotos: Wallner
Pfaffenhofen
Der Gastgeber für die Veranstaltung des Sängerkreises Pfaffenhofen/Neuburg-Schrobenhausen eröffnete den bunten Reigen der Darbietungen. Der Männergesangsverein (MGV) mit Chorleiter Lorenz Schmailzl brachte den „Sängergruß“.

Die Liedertafel Pfaffenhofen, ein gemischter Chor um Dirigentin Martha Martzak, gab schmissige Filmmusik aus Hollywood zum Besten, unter anderem „When you believe“. Der Liederkranz Reichertshofen unter Josef Dietl trat gleich in drei verschiedenen Formationen auf: Männerchor, Frauenchor und gemischter Chor. Dieser versetzte die Zuhörer mit Wiener Schrammelmusik in weinselige Stimmung.

Mit einer Liebesgeschichte glänzte der Liederkranz Niederlauterbach. Er war neben dem Gastgeber der einzige reine Männerchor. Einzige Ausnahme war die Dirigentin Patricia Hofmann. Drei sechsstimmige, französische Lieder sang der A-cappella-Kammerchor aus Pfaffenhofen mit Nikolai Ardey als Leiter.

Etwas dezimiert trat der Neuburger Liederkranz auf. Michael Beck als Dirigent verstand es trotzdem, mit seinem gemischten Chor die Zuhörer mit zwei englischen Liedern zu begeistern. „Maggies Moderne“ hatte der Sängerverein Geisenfeld dabei. Ohne Noten, aber mit viel Schwung und Pep brachte der Chor unter Margit Mooser besonders mit dem Lied „Hey Baby, probier’s mal mit ’nem Bass“ die Zuhörer zum Lachen.

„Aus der Traube in die Tonne“ hieß das letzte Lied in dem gut zweistündigen Programm, wieder dargeboten vom gastgebenden Männergesangsverein.

„Braucht’s des“ – diesen Ausspruch von Gerhard Polt hatte der Pfaffenhofener Landrat Martin Wolf in seinem Grußwort zum Kreischorsingen in den Raum gestellt. Zum Schluss waren sich alle einig: „Ja, des braucht’s!“ Denn mit ihren ganz unterschiedlichen Darbietungen hatten die sieben Chöre, die vom Vorsitzenden des Männergesangsvereins Großmehring, Werner Schneider, begrüßt worden waren, einen kurzweiligen und unterhaltsamen Abend geboten und vielleicht manchen motiviert, selbst einem Chor beizutreten.

Anton Haselbeck, der Vizepräsident des Bayerischen Sängerbundes, fand treffende Worte: „Mit Singen kann man Stimmung machen und Stimmung ausdrücken.“

Eine Ehrung stand auch an: Martin Huber, der 20 Jahre den Sängerkreis Pfaffenhofen/Neuburg-Schrobenhausen geleitet hat, wurde von seinem Nachfolger Wolfgang Böhm (Liedertafel Pfaffenhofen) zum Ehrenvorsitzenden ernannt.