Die Vorbereitungen für die Uraufführung laufen: Reinhard Greiner (von links), Pfarrer Jürgen Arlt, Peter Wittrich, Pfarrer George Spanos und Stefan Daubner mit einer Luther-Bibel aus dem Jahr 1710..
Die Vorbereitungen für die Uraufführung laufen: Reinhard Greiner (von links), Pfarrer Jürgen Arlt, Peter Wittrich, Pfarrer George Spanos und Stefan Daubner mit einer Luther-Bibel aus dem Jahr 1710.
Oko
Pfaffenhofen
Entstanden ist die Lutherkantate mit dem Titel "Denn in Zeiten des Friedens regiert die Musik" für Gesangssolisten, Vokal- und Posaunenchor sowie für Violoncello, Akkordeon und Orgel, die am 29. Oktober in der Kreuzkirche im Gottesdienst um 10 Uhr uraufgeführt wird. Die Leitung hat Stefan Daubner.

 

Die Texte stammen aus Luthers Tischreden, die auf wortgewaltige Weise interessante Einblicke in die vielschichtige Persönlichkeit und in das Denken des Reformators geben. Luthers Sprachidiom mit seiner prägnanten Bildhaftigkeit soll dabei auf rezitativische Art als eine Art Sprechgesang, der nur sparsam von Instrumenten begleitet ist, zum Teil sogar in Zwiesprache mit den Pfarrern musikalisch umgesetzt werden.

Dazu kommen noch Martin Luthers eigene Lieddichtungen und -kompositionen wie zum Beispiel der Choral "Nun freut Euch lieben Christen g'mein", der sich als eine Art Roter Faden durch das Stück zieht. Die Besetzung ist so bunt wie Luthers Wesen selbst: mit Akkordeon (Peter Wittrich), Violoncello (Marie-Therese Daubner) und Orgel (Thomas Kudernatsch) ergeben sich viele reizvolle Klangkombinationen. Einzelne Choralteile werden - ähnlich wie in Bachs Choralvorspielen - von diesen Instrumenten kommentiert.

Auch die in der gesamten Kirche verteilten Posaunenchormusiker (Leitung: Reinhard Greiner) und Chorsänger sowie der herumwandernde Luther (Raphael Sigling) schaffen reizvolle Dialoge zwischen den Musikern untereinander und zwischen Gottesdienstbesuchern und Musikern.