Anfang Oktober hatte das Gremium die von Landrat Martin Wolf (CSU) unter Vorbehalt schon zugesagte Förderung gestrichen. Sechs Bürgermeister hatten im Kreisausschuss dagegen gestimmt - wegen der Probleme, die der Biber den Kommunen und Landwirten macht.

"Es gibt eine Schautafel, die die Probleme aufzeigt", sagte der stellvertretende Landrat Anton Westner (CSU), der die Sitzung leitete. Der wiedergenesene Landrat Wolf befindet sich nach wie vor in der Wiedereingliederung nach seinem schweren Motorradunfall und verfolgte Teile der Sitzung von den Zuhörerplätzen. Westner sagte den Bürgermeistern zu, Gespräche zu führen, wenn Probleme an das Landratsamt herangetragen werden. Zudem soll es Runde Tische mit Vertretern der Gemeinden, der Regierung von Oberbayern, des Landesamts für Umwelt, der Fischer und der Landwirte geben - zunächst für den Landkreisnorden, dann für die Mitte und den Süden.

CSU-Kreistagsfraktionschef Reinhard Heinrich bezeichnete den Kompromiss als "gute Auswirkung einer unguten Diskussion". Es müsse aber einen Gleichklang der Interessen zwischen einem schützenswerten Tier und der Landwirtschaft geben. Geisenfelds Bürgermeister Christian Staudter (AUL), der die Diskussion im Oktober angestoßen hatte, sagte: "Mir ist es nicht um den Zuschuss an sich gegangen, mir ist es darum gegangen, auf die Probleme hinzuweisen. Der Biber gehört von der Roten Liste, wir müssen vernünftige Lösungen finden."