Was motiviert Sie als Unternehmer, sich über eigene Anliegen hinaus für das örtliche Gewerbe zu engagieren?

Franz Strobl: Wir haben uns von Anfang an in der Unternehmerrunde gut aufgehoben gefühlt und gesehen, wie wichtig das gemeinsame Handeln einerseits und regionales Denken andererseits sind - und beides möchten wir intensivieren.

Elke von Behm: Auf überörtlichen Messen werden wir immer wieder auf die Stärke der Geisenfelder Wirtschaft und die kulturelle Vielfalt hier angesprochen. Die Statistik weist die Kommune als jene mit der größten Kaufkraft im Landkreis aus. Das ist ein Potenzial, das wir verstärkt nutzen wollen.

Welche Ziele verfolgen Sie dabei konkret?

Elke von Behm: In einem ersten Schritt wollen wir versuchen, Unternehmer aller Sparten - also Einzelhandel, Handwerk, Dienstleister und Gastronomie oder auch Ärzte - ins Boot zu holen. Gemeinsam mit ihnen sollen dann Wünsche und Visionen gesammelt und Strategien entwickelt werden.

Franz Strobl: Wir haben bewusst kein starres, vorgefertigtes Konzept, weil wir ja noch gar nicht wissen, welche Interessen oder Ideen die neuen Mitglieder vielleicht mitbringen.

Was erhoffen Sie sich von einem Gewerbeverein?

Franz Strobl: Die Fortführung und Erweiterung von Aktionen, wie sie die Unternehmerrunde initiiert hat, und zwar auf der Basis eines Vereins, der klare Strukturen auf der einen und gesicherte Finanzen auf der anderen Seite garantiert. Und natürlich hoffen wir, gemeinsam das Internet und soziale Medien besser für unser Marketing nutzen zu können, um der Konkurrenz aus dem Netz gewachsen zu sein.

Elke von Behm: Natürlich möchten wir dadurch auch noch mehr Leben in die Innenstadt bringen und langfristig in Sachen Infrastruktur an Verbesserungen mitwirken.

Das Gespräch führte

Maggie Zurek.