Geisenfeld (kog) Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages ist die Trägerschaft des neuen Kindergartens durch die Tabeki gemeinnützige GmbH nun endgültig besiegelt. Der Vertrag läuft zunächst auf zwei Jahre und verlängert sich danach auf unbestimmte Zeit. Dass Tabeki der Träger des neuen Geisenfelder Kindergartens ist, der im September in Betrieb gehen wird, darauf legte sich der Stadtrat bereits im vergangenen November fest. Dies haben Bürgermeister Christian Staudter und Tabeki-Geschäftsführerin Osana Dittrich-Osiander nun auch mit ihren Unterschriften auf dem Kooperationsvertrag fix gemacht.

Der neue Kindergarten an der Hallertauer Straße ist der erste von der Stadt erbaute, bei dem nicht die Stadt selbst die Trägerschaft übernimmt. Dass sich der Stadtrat hier für einen anderen Weg entschied, hat mehrere Gründe: So hat nach den aktuellen gesetzlichen Vorgaben eine Kommune zurückzustehen, wenn eine gemeinnützige Organisation ihr Interesse erklärte, was hier der Fall war. Außerdem: Weil die Stadt sich nicht um die Verwaltung der Einrichtung kümmern muss, reduziert diese Lösung auch den städtischen Zuschussbedarf, und "für die Eltern wird die Auswahl noch vielfältiger", so Bürgermeister Christian Staudter.

Im konkreten Fall gab es zwei solcher Bewerbungen von freien Trägern: von den Johannitern und von der Tabeki GmbH, die bereits seit zehn Jahren die örtliche Kinderkrippe betreut.

Die guten Erfahrungen bei dieser gaben im vergangenen November schließlich den Ausschlag zugunsten von Tabeki. Deren Geschäftsführerin hatte damals zudem darauf verwiesen, dass die Stadt keinerlei finanzielles Risiko eingehe, weil Tabeki selbst die Verantwortlichkeit für eventuelle wirtschaftliche Defizite übernehme. Bei den Gebühren werde man sich an denen der anderen hiesigen Kindergärten orientieren, sage Dittrich zu.

Und noch ein Punkt sprach für Tabeki, und der hängt mit der Fertigstellung des neuen Kindergartens zusammen. Falls die neue Einrichtung doch nicht zum 1. September fertiggestellt werden kann, ist dies mit Tabeki als Träger kein großes Problem. Dann weicht man mit den beiden (wohl noch nicht voll besetzten) Kindergartengruppen, mit denen gestartet wird, vorübergehend in die Kinderkrippenräume aus, wo es noch freie Kapazitäten gibt.

Dass man von dieser Übergangslösung Gebrauch machen muss, dies wollte Bürgermeister Christian Staudter bei der Vertragsunterzeichnung nicht ausschließen. Man könne noch nicht endgültig sagen, ob der neue Kindergarten, an dem Ende März Richtfest gefeiert wurde, rechtzeitig fertig wird, "aber wir tun natürlich alles dafür".

Fest steht hingegen bereits die personelle Leitung des neuen Kindergartens. Die Wahl fiel auf die 44-jährige Geisenfelderin Alexandra Schilcher, die seit Januar 2015 als Gruppenleiterin in der Tabeki-Kinderkrippe arbeitet. Zuvor war die Diplom-Sozialpädagogin zehn Jahre lang in einer großen Kinderfamilieneinrichtung in Regensburg tätig gewesen.