Gut, dass sie meist oberkörperfrei unterwegs sind. Mit ihren Muskeln würden sie vermutlich jedes Shirt sprengen. Wenn die Männer da so an der Uferpromenade entlang eilen, wackelt da nichts: Kein Bierbauch, den man sich im Stamperl, im Vis-a-Vis, beim Stöttner oder gleich bei allen drei angetrunken hat. Nein, nur mühsam antrainierte Muskelmasse. Im Fall David Hasselhoff könnte aber auch Botox dafür verantwortlich sein, dass da nichts wackelt. Vermutlich würde er den Strand aber auch gar nicht mehr entlang sprinten. Eher spazieren. Oder torkeln. Aber das ist sein Bier - äh Problem. Und ist schlussendlich ja auch egal, schließlich ist er abgesetzt. Einfach ausgetauscht. Vorbei. Vergessen. Zumindest in Vohburg. Die Herzogsstadt setzt auf Innovation und macht alles neu. Dass Vohburg in Sachen Umweltfreundlichkeit und Technikaffinität dem Meister des Fortschritts (im Volksmund "Trump") in nichts nachsteht, ist längst ein alter Hut. Aber jetzt gibt es dort auch noch Menschen, die in Sachen Sicherheit einen Schritt - besser gesagt einen Schwimmzug - weiterdenken. Das Warmbad Irsching hat einen eigenen Baywatcher angeheuert. Starallüren wie Hasselhoff hat er nicht. Und trotzdem (oder vielleicht genau deswegen) gibt es jede Menge Damen, die sich gerne von ihm retten lassen würden. Eingehende Studien unsererseits haben ergeben: Manche von ihnen paddeln noch langsamer im Wasser als üblich, um für leblos gehalten und von ihm gerettet zu werden. Man kann es ihnen nicht verdenken, karibischer Charme macht willenlos. Wer dem Baywatcher aber noch in Irsching antreffen möchte, muss sich beeilen. Es halten sich hartnäckig Gerüchte, andere Ortsteile wollten ihn abwerben: Man munkelt, die Dünzinger haben ihren sonst so leeren Weiher wieder mit Wasser befüllt, um ihn zur Badeoase umzugestalten. Und sollte der Irschinger Hasselhof ronaldo-gleich doch mehr das warme Wasser schätzen, können die Dünzinger in ihrem Weiher immer noch attraktive Fische aussetzen. ‹ŒGrüße vom Burgberg