Kein Wunder: Die Ausmaße der Baustelle sind alles andere als gering. Insgesamt 1,3 Kilometer Straßenlänge umfasst die Maßnahme. Auf dem Großteil dieser Strecke, etwa 900 Meter Länge, erfolgt der Vollausbau, der derzeit auf Hochtouren läuft. Im restlichen Bereich, zwischen Unterhausen und dem Kernort Oberhausen, ist eine Erneuerung der Deckschicht geplant. Keine leichte Aufgabe für die Planer, denn der Anliegerverkehr muss gewährleistet sein, wie Laumer betont. "Die Straße muss daher befahrbar bleiben." Momentan endet die Schotterpiste etwa auf Höhe der Unterhausener Kirche und des Innovationszentrums. "Wir wollen heuer aber noch ein weiteres Stück schaffen", gibt der Fachmann als Ziel vor. Je nach Witterung wird das wohl auch funktionieren. Probleme bereitet derzeit auch der aufwendige Ausbau samt Entsorgung des teerhaltigen Materials, das sich in der bisherigen Fahrbahn befindet. Diese Schwierigkeit hatten die Fachleute des Landratsamts bereits vor Monaten vorhergesehen und entsprechend einkalkuliert.

Im Detail entstehen in der Latourstraße und in der Lindenstraße, wie die Kreisstraße ND 31 dort heißt, neben einer neuen Fahrbahn auch ein Gehweg sowie ein kombinierter Geh- und Radweg. Rund 2,3 Millionen Euro kostet das insgesamt, davon kommen etwa 1,5 Millionen Euro von der Gemeinde sowie aus den staatlichen Zuschusstöpfen.

Laumer betont dabei, dass die Bürger für den Ausbau der Straße "keinen einzigen Cent" bezahlen müssen. Wie berichtet, hatte es in der Vergangenheit in Unterhausen Unmut über das Projekt gegeben. Hintergrund war die finanzielle Beteiligung der Anlieger an der Maßnahme. Diese ist aber einzig für den Gehweg nötig, wie Laumer erklärt. "Auch der kombinierte Geh- und Radweg kostet die Bevölkerung nichts."

Gleichzeitig begrüßt er das Engagement der Gemeinde Oberhausen, deren Entscheidungsträger beschlossen hatten, gemeinsam mit dem Landkreis tätig zu werden. "Das ist wirtschaftlich und nachhaltig", freut sich der Fachmann des Landratsamts, der sich dennoch einer Prüfung durch die Oberste Baubehörde in München ausgesetzt sah. Diese hatte ein besorgter Bürger auf den Plan gerufen. Doch letztlich entschieden auch die Bauaufseher aus der Landehauptstadt, dass die Maßnahme in Unterhausen notwendig ist, so dass die Arbeiten planmäßig anlaufen konnten.