Neuburg: Kommt der Festwirt wieder?
Bleibt er Festwirt in Neuburg? Jochen Mörz beteiligte sich bisher viermal am Volksfest, jetzt wird die Bewirtung neu ausgeschrieben. - Foto: r
Neuburg

Das heißt, sowohl der Festzeltbetrieb wie der Biergarten werden für drei Jahre neu vergeben. Die Bewerbungsfrist solle bis Mitte Oktober gehen, "Ende des Monats werden wir dann entscheiden", so Oberbürgermeister Bernhard Gmehling. Formalrechtlich sei die Stadt nicht zu einer Ausschreibung verpflichtet, aber man wolle die bisherige Praxis beibehalten. Im Vorfeld war bekanntgeworden, dass der Allgäuer Festwirt Jochen Mörz - seit vier Jahren in Neuburg - eine Direktvergabe ohne Ausschreibung wünscht und auch Interesse am Weißbiergarten hat. Die Vertreter der Stadt als Veranstalter der "Wiesn" bleiben allerdings dabei, dass der Biergarten extra vergeben wird. Ein Verbot, Essen von draußen ins Bierzelt mitzunehmen, kommt für die Stadtvertreter nicht in Frage. Ob sich Gastronom Jochen Mörz erneut für Neuburg bewirbt, bleibt offen. Nach dem diesjährigen Volksfest sah er die wirtschaftliche "Schmerzgrenze" bereits als erreicht an.

Neuburg ist bei weitem nicht das einzige Volksfest mittlerer Größe mit deutlichen Besucherrückgängen. Dass ein verbessertes Konzept her muss, sieht auch Marktreferent Manfred Enzersberger. Marktausschuss und Ordnungsamt seien aufgefordert, neue Ideen einzubringen. 2018 steht das 75. Jubiläumsvolksfest an. Oberbürgermeister Bernhard Gmehling will den Rummel in städtischer Hand behalten und geht davon aus, dass ein attraktives Angebot organisiert werden kann. Als fix sieht der OB die Vorgabe an, dass auf der einheimischen "Wiesn" das Julius-Bier der einzig verbliebenen Neuburger Brauerei ausgeschenkt wird.