Unklarheit gab es nur wegen der gleichzeitigen Genehmigung als Versammlungsstätte für bis zu 1000 Besucher. In diesem Fall hätte der Landkreis als Bauträger zu den 80 vorhandenen Parkplätzen noch eine Reserve ausweisen sollen. Der Ausschuss "drückte ein Auge zu" (Stadtrat Alfred Hornung). Verkehrsreferent Bernhard Pfahler hielt dennoch die Stellflächen als "viel zu wenig".

Das Projekt auf dem Südhang am Kreuter Weg umfasst mehrere Einzelbauten mit bis zu drei Geschossen. Die Schule ist auf 670 Jugendliche in 28 Klassen ausgelegt, erhält Aula, Mensa und eine Doppelsporthalle. Spatenstich für den auf 35 Millionen Euro geschätzten Neubau soll noch in diesem Herbst sein.

Während die Genehmigung des Schulbaus letztlich doch Formsache war, gab es über einen Antrag in unmittelbarer Nachbarschaft Diskussionen. Die Kartonagenfabrik Smurfit Kappa will direkt am Sehensander Weg ein 25 Meter hohes Hochregallager bauen. Ein Teil der Halle wird im Boden versenkt, über dem Sehensander Weg sollen noch 22 Meter zu sehen sein. Vom Donauwörther Berg aus gesehen wird die Halle wohl ein markanter Punkt sein.

"Gehen vier Meter niedriger", fragte 3. Bürgermeister Johann Habermeyer. Das gehe nicht, erklärte Werkleiter Rüdiger Graf, denn die Fabrik sei auf die Lagerkapazität von mindestens 15 000 Paletten angewiesen. "Die passen gerade in die Halle rein." Smurfit Kappa müsse sich für den Markt rüsten und mittelfristig die Produktion von derzeit 100 auf 150 Millionen Quadratmeter Wellpappe jährlich steigern. Dann erhöhe sich auch die Zahl der Mitarbeiter von 190 auf etwa 250 Beschäftigte.

Die Stadtpolitiker werten das Projekt als Standortsicherung und erteilten das gemeindliche Einvernehmen. Die Beurteilung der Immissionsschutzbehörde im Landratsamt steht noch aus.

Der Abbruch des Anwesens C 44 in der Pferdstraße (ehemals Betten Kunze) steht bevor. Der Bauausschuss erteilte gestern dem Antrag von Manfred Prüller sein Einvernehmen. Weil eine Tiefgarage als unwirtschaftlich gilt, müsste der Bauherr die verlangten 17 Parkplätze ablösen, also bezahlen. Der Neubau soll elf Wohneinheiten und im Erdgeschoss Läden enthalten.

Verkehrsreferent Pfahler will "keine Ausnahme mehr genehmigen". Der Parkdruck in der Innenstadt sei bereits extrem, so Alfred Hornung, "wir brauchen Parkhäuser". Otto Heckl verwies auf die nahe Tiefgarage unter dem Spitalplatz. Bauherr Manfred Prüller soll sich nun um Anmietung einiger Plätze bemühen, die Stadträte wollen nur einer Teilablösung zustimmen.

Der gleiche Bauherr beantragt auf seinem Grund an der Franz-Boecker-Straße eine dreigeschossige Wohnanlage mit Hotel und Innenhof. Direkt an der Straße sind vier Etagen vorgesehen. Zur geplanten Tiefgarage mit 60 Plätzen sind 27 oberirdische Parkplätze vorgesehen. Auch hier erteilten Stadtpolitiker und Bauamt das erforderliche Einvernehmen. Die teilweise Überbauung des Grünstreifens an der Franz-Boecker-Straße wird hingenommen.