Neuburg: Huber-Torten zum Schneewalzer
Auf geht//s zum Schunkeln - mit dem Duo Hans Käfer und Franz Baur feierten die Rentner bei Kaffee und Kuchen im Marstall. - Foto: r
Neuburg

Die 1995 von Erich Fischer gegründete Stiftung organisiert unermüdlich Musiknachmittage, die der Kulturförderung dienen und gleichzeitig älteren Menschen zugute kommen sollen. In Neuburg hat mittlerweile das Kulturamt die Organisation übernommen.

"Wir wollen unseren Rentnern eine kleine Abwechslung bieten und Danke für ihre Lebensarbeit sagen", begrüßte Bürgermeister Rüdiger Vogt die von den Seniorenclubs, BRK-, AWO- und St. Augustin-Altenheimkräften sowie dem Seniorenbeirat begleiteten Gäste. Die Stadt Neuburg sehe den Nachmittag als symbolische Wertschätzung ihrer älteren Mitbürger, so der Bürgermeister. Selbstverständlich werde auch der Seniorennachmittag beim Volksfest beibehalten. Mittlerweile werden fast 5000 Rentner (ab 70 Jahren) ins Bierzelt eingeladen.

Renate Wicher, Vorsitzende des Seniorenbeirats, bezeichnet die Haltung der Stadtpolitik gegenüber der älteren Generation als "vorbildlich". Mit einem überschaubaren Aufwand könne man den Rentnern Abwechslung im Alltag bieten. Natürlich müsse man diese Aufmerksamkeit bei alltäglichen Dingen beibehalten, etwa beim Stadtbusfahren, bei Behördengängen oder beim Einkauf in seniorengerechten Geschäften. Zum Musiknachmittag spendierte die Stadt Kaffee, Kuchen und Torten - zum letzten Mal von Edith Enzersberger (vormals Café Huber) geliefert. Oberbürgermeister Bernhard Gmehling schaute vorbei, begrüßte die Seniorenschar und forderte sie auf, im Sommer bei der Religionsausstellung "Fürstenmacht und wahrer Glaube" vorbeizuschauen.

Hans Käfer auf dem Akkordeon und Franz Baur mit der Gitarre bewegten sich mit dem "Schneewalzer" und "Tulpen aus Amsterdam" von Tisch zu Tisch, forderten erfolgreich zum Mitsingen und Schunkeln auf. Man habe ein passendes Liedersortiment ausgesucht, sagte der Chef des Schönesbergers "Musikstadls Käfer"

"Das macht nicht jede Stadt", lobt Bruno Moscha die Einladungen aus dem Rathaus. Auf den Umgangsstil gegenüber den Älteren komme es an, meint Irene Sönning, "und da lassen wir uns gerne verwöhnen". Neuburg sei aus ihrer Sicht jedenfalls eine Stadt, in der man gelassen und geschätzt alt werden könne.