Neuburg: Brände halten Feuerwehr in Atem
Rauch drang aus den Fenstern im ersten Stock des Wohnhauses in der Schwemmstraße in Neuburg (links). Die Feuerwehr gelangte über das Treppenhaus in die Wohnung, brauchte aber eine Zeit lang, um den Brandherd zu finden. In der Schlesierstraße brachten die Brandschützer die verkohlten Teile aus der Küche nach draußen. - Fotos: Schanz/Janda
Neuburg

Schwerstarbeit für die Neuburger Feuerwehr: In der Mittagszeit heulten gestern innerhalb von etwa einer Stunde gleich zweimal die Sirenen und Martinshörner in der Innenstadt. Erst eilten die Helfer zu einem Wohnungsbrand in der Schwemmstraße, dann stand in der Schlesierstraße eine Küche in Flammen. "Zwei Zimmerbrände fast parallel - das ist alles andere als alltäglich", bestätigte Kommandant Markus Rieß gegenüber unserer Zeitung.

Kurz vor 12 Uhr wurden er und seine Aktiven in die Schwemmstraße gerufen: Eine jugendliche Anwohnerin war allein zu Haus, als sie bemerkte, dass es plötzlich unter dem Kopierer zu rauchen begonnen hatte. Einige Papiere hatten laut ihrer Aussage bereits Feuer gefangen. Ihr Löschversuch scheiterte, so schnappte sie sich Kater "Boss" und flüchtete nach draußen. Ein Nachbar hatte bereits die Feuerwehr alarmiert, die den Brand unter Kontrolle brachte. Der starke Rauch richtete einen hohen Schaden an, die Polizei schätzt ihn auf rund 60 000 Euro. "Wir gehen davon aus, dass ein technischer Defekt das Feuer verursacht hat", berichtete Hubert Scharpf, stellvertretender Polizeichef in Neuburg.

Eine vergessene Herdplatte haben die Beamten in der Schlesierstraße als Brandursache ausgemacht. Die Feuerwehr löschte den Brand und schaffte den Herd ins Freie. Keine Verletzten, aber 25 000 Euro Schaden, bilanziert Scharpf. Etwa 25 Aktive der Feuerwehr waren bei beiden Fällen im Einsatz. Über mehr Kräfte verfügt die Stützpunktwehr tagsüber allerdings auch kaum, wie Rieß erklärt. Aus diesem Grund ließ er für den zweiten Einsatz auch die Sirenenalarmierung in Neuburg auslösen, um möglichst viele Helfer zum Ort des Geschehens zu rufen. "Am Anfang mussten wir uns etwas sortieren, dann haben aber alle sauber gearbeitet", betonte er. Es dauerte einige Zeit, bis in der Schwemmstraße die Löscharbeiten richtig anlaufen konnten, Qualm drang stetig aus den Fenstern im ersten Stock. "Die Wohnung war stark verraucht, der Brandherd war schwer zu finden", erklärte Rieß. Dabei seien fast zehn Minuten vergangen.

Auch in Burgheim hatten die Feuerwehrleute gestern einen arbeitsreichen Tag. Dieser begann bereits um 5 Uhr mit einem brennenden Gewächshaus in der Brunnthalstraße. Laut Polizei hatten mehrere Kerzenflammen das Feuer verursacht. Auch ein Fenster an einem Wohnhaus wurde dabei in Mitleidenschaft gezogen. Der Schaden: rund 2000 Euro.

In den Mittagsstunden dann ein weiterer Einsatz: Ein frei stehender Verteilerkasten in der Bertoldsheimer Straße war durchgeschmort und hatte stark zu rauchen begonnen. Die Brandschützer hatten die Situation laut Polizei allerdings schnell unter Kontrolle gebracht. Die Gesamtschadenssummer des gestrigen Tages: fast 100 000 Euro.