Dabei hatten sich die Landtagsabgeordneten möglicherweise schon so darauf gefreut, Weigert noch einmal persönlich davon überzeugen zu können, einer von ihnen zu werden.

Wie berichtet, haben die Freien Wähler Roland Weigert eine Kandidatur für den Landtag angeboten. Nach eigenem Bekunden überlegt der Amtschef noch und will erst einmal Gespräche an der Basis führen. Hubert Aiwanger, Bundes- und Landesvorsitzender der Freien Wähler und im Falle eines Einzugs ins Maximilianeum auch Weigerts Chef als Fraktionsvorsitzender, hofft jedenfalls, dass der 49-Jährige in die Fußstapfen des bisherigen Abgeordneten Horst Seehofer tritt. "Eine endgültige Entscheidung steht noch aus, aber die erwarte ich in der nächsten Zeit", sagte er im Rahmen der Abschluss-Pressekonferenz. "Die besten Leute aus den Reihen der Freien Wähler können in München mehr für die Region rausholen." Dass genau dort noch viel im Argen liege, das habe die Erfahrung in Bergen eindrucksvoll bewiesen.

Außerdem sei Roland Weigert "ein persönlicher Freund", sagte Aiwanger weiter. "Wir sind beide Jäger." Dass die Freien Wähler einen Nationalpark Donau-Auen komplett ablehnen und der Landrat nicht, das sei kein Problem. "Er hat sondiert, was für die Region rauszuholen ist. Er hat sich nicht an den Nationalpark gekettet. Der Nationalpark steht jedenfalls nicht zwischen mir und Roland Weigert."

Nun ist Weigert am Zug. Sollte er sich für eine Kandidatur entscheiden und auch in den Landtag einziehen, müsste im Landkreis neu gewählt werden. Ansonsten steht die nächste Wahl erst im Jahr 2020 an.