Gemeinderat und Imkerkollege Heinrich Müller überbrachte nach der Eröffnung der Versammlung durch Vorstand Ulrich M. Sorg die Grüße des Bürgermeisters Georg Hirschbeck, der den Verein sehr schätzt und beobachtet und diesem gerne weiterhin die Internetpräsentation und weitere Beiträge im Mitteilungsblatt des Marktes Rennertshofen anbietet. Tyroller, der zuvor fünf Jahre den Schrobenhausener Verein führte und über 50 Bienenvölker betreut, lenkt den Imker-Kreisverband mit Sitz im Haus im Moos in engem Zusammenwirken mit den Ortsvereinen, hält die Kontakte zum Bezirksverband Oberbayern und zum Landesverband der Bayerischen Imker. Der Kreisverband führt nächstes Jahr drei eigene Veranstaltungen, den Bienen-Bauern-Dialogabend am 1. Februar, einen Bienentag im Sommer und einen Vortragsabend im Herbst, jeweils in Kleinhohenried durch. Tyroller warb sehr für eine eigene Imkerschulung und gute Begleitung der Jungimker, um diese in den ersten Praxisjahren durch erfahrene Paten an diese anspruchsvolle und schöne Beschäftigung in und mit der Natur heranzuführen.

Seitens des Tiergesundheitsdienstes werden ab 2018 Honig- und Bienenwachsuntersuchungen angeboten, die vom Freistaat Bayern gut gefördert werden. Tyroller warnte vor dem Kauf günstiger und gelegentlich verschmutzter Wachsmittelwände aus dem Internet und warb dafür, möglichst einen eigenen Wachskreislauf aufzubauen. Weiterhin wurde über die schrittweise Umstellung zu einer Online-Mitgliederverwaltung im Landesverband diskutiert und über das aktuelle Honigjahr, das von guten Sommerhonigerträgen geprägt war.

Eine breite Diskussion nahmen die Bienenverluste heuer bei Neuburg ein. Der Gesundheitswart im Kreisverband, Danilo Rösch-Jensen aus Rennertshofen, stellte die Schritte und Maßnahmen vor, die einzuhalten sind, wenn Völkerverluste auftreten, um die Ursachen identifizieren zu können. Ungut sind vorschnelle Schuldzuweisungen, auch nicht gegenüber der Landwirtschaft, wenngleich die Symptome eine Beeinträchtigung durch Pestizide vermuten lassen. Eine wertvolle Bitte von und an landwirtschaftliche Berufskollegen aus dem Verein, dass die Anwendungshinweise der Pflanzenschutzmittel vor dem Einsatz unbedingt bis zum Ende gelesen werden müssen, kam bei allen Imkern gut an.

Die Imker werden der Einladung der Gemeinde, am Marktfest 2018 wieder mitzuwirken, gerne folgen und möchten auch die Streuobstbäume bei Rohrbach weiter pflegen und fallweise dort auch wieder Bienenvölker aufstellen.

Zu dem von Sorg vorgestellten Honigkurs in Rennertshofen am 17. Februar meldeten sich nahezu alle Mitglieder an. Michael Tyroller empfahl zum Abschluss den Imkern, sich um ein geeignetes Grundstück zu kümmern, wo mittelfristig auch praktische Imkerausbildung angeboten werden könne, denn die Fachkompetenz hierfür sei ja längst da.