Vohburg wächst immer weiter. Im seit September 2015 bestehenden Kinderhort an der Grund- und Mittelschule werden aktuell etwa 60 Buben und Mädchen betreut - Tendenz steigend. Stadtrat und Schulrat Sepp Steinberger (AV) rechnet mit 30 bis 40 zusätzlichen Kindern in den nächsten Jahren. "Der Bedarf ist da", sagte er. Aus diesem Grund wird die Stadt an das bestehende Gebäude einen zweigeschossigen Anbau errichten. Architekt Norbert Raith hat die Pläne im Stadtrat vorgestellt. Der Anbau erfolgt in L-Form, sodass ein Hof im Freien entsteht, wo die Kinder auch draußen spielen können. Der Hort bietet Platz für 100 Kinder in vier Gruppen und ist im Erdgeschoss angesiedelt. Das bereits vorhandene Gebäude haben die Architekten in das Konzept einbezogen und nutzen Synergieeffekte. Das heißt, dass die alten Toiletten und die bereits bestehende Küche erhalten bleiben und weiter genutzt werden. Im Anbau gibt es dann mehrere Gruppenräume, Büros und einen Aufzug. Das Gebäude wird barrierefrei.

Das Obergeschoss des Neubaus wird zunächst nicht ausgebaut, sondern nur im Rohbau errichtet. Die Stadt geht davon aus, dass man den Platz in einigen Jahren benötigen wird. Um Kosten zu sparen, erfolgt der Ausbau erst dann, wenn es so weit ist. "Wir bauen für die Zukunft", stellte Bürgermeister Martin Schmid (SPD) klar. Mit Zukunft meinte er nicht die nächsten ein bis zwei Jahre, sondern eher einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren.

Nach dem Zeitplan des Kelheimer Architektenbüros soll der Baubeginn im Frühjahr 2018 erfolgen, die Fertigstellung könnte im zweiten Quartal 2019 sein. Dann könnte ein Probebetrieb starten, ehe dann zum Schulstart im Herbst 2019 der Hort voll besetzt werden könnte. Fraktionsübergreifend wurden der Vortrag von Norbert Raith und die Entwurfspläne gelobt. "Gefällt mir gut", sagte beispielsweise Konrad Pflügl (CSU). Er monierte zwar, dass die Kosten im Vergleich zu den ersten Überlegungen deutlich gestiegen seien, schloss aber mit den Worten: "Wir sollten das trotzdem machen."

Ohne Ausstattung und Gestaltung der Freiflächen kostet der Anbau knapp drei Millionen Euro. Die Gesamtkosten liegen laut Architektenbüro bei etwa 3,66 Millionen Euro. Die Stadt rechnet mit einer Förderung von rund 1,3 Millionen Euro.