Bürgermeister Roland Sammüller informierte, dass der geltende Nahverkehrsplan für den Landkreis Eichstätt "letztmals im Jahr 2000 fortgeschrieben wurde und die derzeit laufende Aktualisierung bis Ende 2018 abgeschlossen sein soll". Bei der Datenlieferung habe die Gemeinde die von vielen Bürgern gewünschte Änderung der Linienführung über Lippertshofen mitgeteilt.

Die Gemeinde hat laut Sammüller bereits im Oktober 2016 mit der INVG Kontakt aufgenommen, um prüfen zu lassen, wie und zu welchen Konditionen ein Wiedereintritt realisiert werden könnte. Man sei sich einig, dass zur Attraktivitätssteigerung nur eine neue Linienführung über Lippertshofen und Gaimersheim - mit Blick auf den künftigen Bahnhalt bei Audi - infrage komme. "Wegen des regionalen Gemeinschaftstarifs und der neuen rechtlichen Rahmenbedingungen kann aber erst Ende 2017 eine Konzeption für die Linie 85 von der INVG vorgelegt werden", führte der Bürgermeister weiter aus.

Um die Mobilität der Bürger bereits jetzt zu erhöhen, hat die Gemeinde in Hitzhofen, Oberzell und Hofstetten sogenannte Mitfahrerbänke an den Bushaltestellen oder an Ortsausfahrten aufstellen lassen. So soll es funktionieren: Anhand von Schildern mit Ortsangaben können hier die Bürger mit einem Pfeil die Nachbarorte markieren, wohin sie (kostenlos) mitgenommen werden wollen. Autofahrer, die in diese Richtung fahren, können dann anhalten und die Begleitperson mitnehmen.

Polizeihauptkommissar Matthias Glück von der Polizeiinspektion Eichstätt kam in die Gemeinderatssitzung, um den Rat über die geplanten Markierungsstreifen für Fußgänger und Radfahrer an Teilstrecken der Reisbergstraße zum Feuerwehrhaus und der Lilienstraße Richtung Sportgelände zu beraten. Hier wurden zur Verbesserung der Sicherheit für die Passanten bereits Straßenlampen errichtet. Glück beurteilte die vorgeschlagenen Maßnahmen - mit roten Markierungen - als "rechtlich bedeutungslos".

Als Fahrbahnbegrenzung kann nach seinen Worten eine durchgehende weiße Linie einen Seitenstreifen abgrenzen, was aber eine Sicherheit vorgaukeln könne, die dann in der Praxis nicht vorhanden sei. Auch die verbleibende Straßenbreite würde hier zu Problemen führen. Nach eingehender Diskussion wird nun als Alternative die Verlängerung der Tempo-30-Zonen in Auftrag gegeben, damit auf diesen Teilstrecken langsamer gefahren wird.

Christian Baumann und Josef Templer berichteten über ihrer Ansicht nach aufdringliche ausländische Bettler in der Hauptstraße und der Gartenstraße in Hitzhofen. Bürgermeister Sammüller betonte, dass das in der Gemeinde verboten sei und von den Bürgern bei der Polizei zur Anzeige gebracht werden könne.