Gebäude ohne Primark-Banner: Die großflächige Ankündigung der baldigen Eröffnung einer Primark-Filiale wurde vor einigen Tagen entfernt. Doch das irische Unternehmen versichert, dass man an den Plänen festhält. Allerdings verzögert sich die Eröffnung bis 2018..
Gebäude ohne Primark-Banner: Die großflächige Ankündigung der baldigen Eröffnung einer Primark-Filiale wurde vor einigen Tagen entfernt. Doch das irische Unternehmen versichert, dass man an den Plänen festhält. Allerdings verzögert sich die Eröffnung bis 2018.
Hammer
Ingolstadt
Das gab einigen Ingolstädtern Anlass, im Internet wild zu spekulieren. Hat es sich Primark doch noch anders überlegt? Nein, versichert das Unternehmen. Allerdings – und das ist dann doch eine große Überraschung – werde man erst 2018 eröffnen.

Seit mehr als zwei Jahren ist die Vorfreude bei vielen vor allem jungen Menschen aus der Region und etlichen Einzelhändlern groß – genauso wie die Skepsis der Kritiker. So lange wissen sie schon, dass der irische Textildiscounter Primark nach Ingolstadt kommen wird, und zwar in das Gebäude der ehemaligen City-Arkaden in der Ludwigstraße. Zunächst hatte das Planungsbüro, das für den Londoner Eigentümer des Gebäudes, Redefine International, baut, noch das Frühjahr 2017 als Eröffnungstermin genannt. Im Laufe des vergangenen Jahres war aber klar, dass dieser Termin nicht zu halten sein würde. Die Komplettsanierung des Hauptgebäudes im Inneren sowie der Abriss eines Nebengebäudes am Holzmarkt und ein Neubau an selber Stelle, während der Betrieb des angrenzenden H&M ohne Störungen weiterlaufen musste, waren dann doch zu aufwendig. Als neuer Termin wurde der Herbst/Winter 2017 bekannt gegeben – bei dem das Unternehmen auch bis jetzt blieb.

Trotz in letzter Zeit reger Bautätigkeit auf der Baustelle gerade zum Holzmarkt hin sorgte diese Woche eine Aktion der Planer für einige Spekulationen: Sie hatten das große Banner an der Front, auf dem Primark für seine bevorstehende Eröffnung warb, entfernt. Kein Unternehmen nehme doch kurz vor der Eröffnung einfach ein so werbewirksames Banner herunter, schrieb in der Facebookgruppe „Diskussionsforum Innenstadt Ingolstadt“ eine Nutzerin. Sie vermutete einen Kuhhandel zwischen Vermieter und Unternehmen: Primark habe jede Menge kostenlose Werbung erhalten und eröffne in Wahrheit demnächst seine erste bayerische Filiale in München. Und der Vermieter habe in dem Zuge umfangreiche Abriss- und Umbaupläne durchgesetzt, die er sonst nie von der Stadt genehmigt bekommen hätte. Der Betreiber des früheren Kaufhauses Wagner habe lange vergeblich versucht, eine solche Genehmigung zu erhalten. Die Frau erhielt einige Zustimmung, ein Nutzer schrieb allerdings, dass er wegen der umfangreichen Bauarbeiten am Holzmarkt durchaus von einem Primark-Umzug ausgehe. Er fragte aber in die Runde: „Ob das alles bis Dezember fertig ist?“

Das wird es nicht, wie eine Nachfrage bei Primark gestern ergab. „Geplant ist eine Eröffnung 2018“, erklärte ein Sprecher, der aber gleichzeitig versicherte, es werde selbstverständlich eine Filiale in Ingolstadt geben. Das Banner sei aus einem „ganz banalen Grund“ entfernt worden: Demnächst müsse man an der Außenfassade arbeiten, da störe das Banner. „Es kommt aber wieder drauf“, versicherte er.

Warum es zu der erneuten Verzögerung kommt, wann genau im kommenden Jahr eröffnet wird und ob nun möglicherweise die in München geplante Filiale doch vorher kommt, dazu wollte sich Primark nicht äußern.