Vorfreude: Lokalredakteur Bernhard Pehl tritt beim „DK-Ferienjob“ am kommenden Montag um 16.30 Uhr im Circus Paul Busch auf.
Cornelia Hammer
Ingolstadt

"Jetzt geht's um nichts mehr", sagen die einen. "Da geht's um alles" die anderen. Und wieder andere fragen sich mittlerweile: "Geht's no" Ein Auftritt als Clown im Zirkus ist - wie so vieles im Leben - eben Ansichtssache. Und egal, wie's ausgeht, eine Erfahrung fürs Leben. Doch Berührungsängste sollte man als Journalist ohnehin nicht haben. In keiner Art und Weise. Sonst wird man es in diesem Job wohl kaum zu etwas bringen. Und wenn dann noch eine gewisse Affinität zu Bühnen, Scheinwerferlicht und Publikum dazukommt, steht einem Auftritt in der Manege eigentlich nichts mehr im Wege. Zumal, wenn sich die Gelegenheit bietet und der Zirkus gerade ein Gastspiel auf dem Volksfestplatz an der Dreizehnerstraße gibt.

Henry Frank heißt der Mann, der im Zirkus Paul Busch das Sagen hat. Und der - als wäre es das Normalste von der Welt - auf eine entsprechende telefonische Anfrage sofort zusagt. "Ja klar, kommste vorbei und fragst nach Henry", erklärt er am Telefon.

Zwei Tage später dann der Termin am Volksfestplatz. Kein Mensch zu sehen, also die Absperrkette ignorieren und auf das Gelände spazieren. Wäre ja nicht das erste Mal. Das überraschend große Zelt steht schon, Mitarbeiter füttern die zufrieden vor sich hin kauenden Kamele und putzen Pferde. Ein muskulöser junger Mann tritt aus einem der Wohnwagen und nähert sich. Wo denn der Henry sei? Das sei sein Vater, so die Auskunft, und gerade unterwegs. Aber das macht auch nichts, er sei der Karlito und wisse Bescheid. "Wir beide sind's", lautet die etwas überraschende Auskunft: Einen Clown stellt man sich irgendwie anders vor . . .

Er sei ein moderner Clown, sagt Karlito: nicht mehr so stark geschminkt, weil mittlerweile die Kinder sonst Angst bekommen. Stichwort Gruselfilme und Horrorclowns. Aber das ist ein anderes Thema. Ob er sich denn einen kleinen Gastauftritt für den DK-Redakteur überlegt habe? "Komm mit, ich zeig's Dir gleich", lautet die Antwort. In der Manege gibt es dann detaillierte Anweisungen für den großen Auftritt. Ganz genau. Was wo zu stehen hat, auf welches Stichwort der Gastclown seinen Einsatz hat, was er tun muss und wie sich die beiden verabschieden. Eine schöne kleine Rolle in einer überschaubaren Szene. Sollte machbar sein, zumal man sich keinen Text merken muss, wie der in etlichen Kabarett-Auftritten mit Ihaudonei gestählte Redakteur mit großer Erleichterung feststellt. Neugierig geworden? Am kommenden Montag, 7. August, heißt es in der Vorstellung um 16.30 Uhr "Manege frei".