Dies versucht die Baufirma nun mit ihrer 17 Punkte umfassenden Stellungnahme, die sie auch unserer Zeitung zur Verfügung gestellt hat. So geht Erlbau darauf ein, welche Grundleistungen ein Dienstleistungsvertrag im Zuge des betreuten Wohnens hat. Dazu zählen die Beratung bei der Alltagsbewältigung, Hilfestellung beim Schriftverkehr, Vermittlung von Friseur, Wäscheservice oder Fahrdiensten, ein Apothekenservice, Informationen über Veranstaltungen sowie die Hilfe bei der Unterbringung in eine stationäre Pflegeeinrichtung. Eine lange Liste, über die sich wohl viele Großmehringer freuen. "Es war immer Thema, dass Erlbau Klarheit darüber schafft, was betreutes Wohnen ist", sagt Helmut Wagner. "Das ist eine Vielzahl von Grundleistungen", ergänzt Max Mayer. "Das hört sich gar nicht so schlecht an."

Erlbau erklärt zudem, warum das Unternehmen derzeit kein Pflegeheim in Großmehring plant. "Für ein Pflegeheim braucht man einen Betreiber, eine zentrale Lage, die entsprechende Ortsgröße und den Bedarf, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu erreichen", heißt es. Ein Betreiber habe wegen der Ortsrandlage am Zieglerweg abgesagt, ein zentrales Grundstück stehe nicht zur Verfügung. Eine Mischform aus betreutem Wohnen und Pflegeheim sei nicht zulässig. Aber: "Wenn das passende Grundstück vorhanden ist, würden wir hier gerne ein Pflegeheim realisieren."

Die Befürchtung der Anwohner eines kasernenartigen Baustils stellt Erlbau als unbegründet dar. "Die Gebäude werden sehr schön gestaltet", so das Schreiben. "Die Wohnungen im Erdgeschoss verfügen über Gartenanteile. Dazu kommen attraktiv und barrierefrei gestaltete Außenanlagen mit Sitzmöglichkeiten."

Seniorenbeauftragter Hiermeier zeigt sich nun gespannt, welche neuen Vorschläge Erlbau für die Anlage unterbreiten wird. "Keiner ist dagegen, dass so etwas für unsere Senioren gemacht wird." Die Idee der Verbindung von Seniorenwohnungen mit jüngeren Nachbarn im Apartmenthaus - er spricht von einem "Mehrgenerationenhaus" - halte er für sinnvoll. Hiermeiers Vorstellung nach können junge und alte Bewohner im Garten ins Gespräch kommen. Trotzdem halte er nichts davon, einem Pflegeheim eine grundsätzliche Absage zu erteilen. "Die Voraussetzungen sind, dass es finanzierbar, sinnvoll und personell machbar ist", sagt er. "Wir werden alle älter und müssen an die Zukunft denken."