Offenbau: Das perfekte Chaos unterm Sendemast
Die Komödianten auf einen Blick: Elvira Möller, Silke Leitner, Margit Pauckner, Peter Bauer, Christine Gänßbauer, Bernd Hartlöhner, Stefanie Pauckner, Frank Enzenhöfer sowie Regisseur Werner Schuster (von links). - Foto: Heubusch
Offenbau
In der bayerischen Kömödie von Wolfgang Bräutigam in drei Akten geht es um den Bauern Alois Krügel (dargestellt von Bernd Hartlöhner), der nichts mehr als den technischen Fortschritt hasst. Besonders die Handys haben es ihm angetan, da er der festen Überzeugung ist, dass diese mit schädlichen Funkstrahlen einhergehen und schädlich sind für Körper und Geist.

Doch der Rest der Familie, angefangen bei Ehefrau Inge (Margit Pauckner), den Kindern Lukas (Frank Enzenhöfer) und Sonja (Stefanie Pauckner) sowie Magd Liesl (Christine Gänßbauer) liebt es, schnurlos auf dem aktuellen Stand der Dinge zu sein. Selbst Oma Hedwig (Elvira Möller) kauft sich ein Handy, um mit ihren Freundinnen Handyshopping machen zu können.

Als der Grundstücksnachbar von Alois über Nacht auf seinem Grundstück ohne Genehmigung einen Sendemast aufstellen lässt, startet Alois eine Gegenaktion, da seiner Meinung nach die Tiere unter dieser schädlichen Strahlung leiden. Außerdem wird die Niederkunft seiner Lieblingskuh Flecki erwartet.

Die Kinder Lukas und Sonja sind zudem internetbegeistert. Sonja hat bein Chatten einen jungen Mann kennengelernt, der seinen Besuch angekündigt hat. Um Daniel (Peter Bauer) zunächst aus sicherer Entfernung kennen zu lernen, hat sie diesem ein Bild der Magd Liesl geschickt. Knecht Josef (Sven Kurzbach), der um die Magd geworben hatte, bewirbt sich kurzerhand bei der Fernsehsendung "Bauer sucht Frau". Da er jedoch keinen Bauernhof hat, hat er dies unter dem Namen von Lukas getan.

Damit er der Familie die Freude an der Technik verleiden kann, hat Alois im Geheimen einen Vertrag mit der Castingfirma Lichtlein für die Fernsehsendung "Zurück ins 16. Jahrhundert" abgeschlossen. Beate Lichtlein (Silke Leitner), Chefin der Castingfirma kommt persönlich, um die ersten Tests durchzuführen.

Da die hierfür erforderliche Abschaltung von Strom und Wasser für die gesamte Familie völlig überraschend geschieht, kommt es zu erheblichen Reibereien. Denn: Wie soll man ohne Strom Wäsche waschen, ohne Wasser das Duschbad beenden oder ohne Melkmaschine die 100 Kühe melken oder sich zu Ende rasieren? Als dann auch noch das neugeborenen Kälbchen eineinhalbmal das Licht der Welt erblickt, Beate Lichtlein von Knecht Josef für seine erste Bewerberin gehalten wird, die Magd Liesl zur Tochter und Josef zum unehelichen Sohn von Alois wird, ist das Chaos perfekt.

Ob angesichts von diesen Verwechslungen und Missverständnisse, von harten familiären Auseinandersetzungen und Eifersuchtsszenen der Sendemast bleiben kann und die Fernsehsendung zum Erfolg wird und alle Paare zueinander finden?