Hilpoltstein: Hörmann und Slupina zum Dritten
Die neuen Sportler des Jahres im Landkreis: Tischtennisspieler Hannes Hörmann und Kunstradfahrerin Milena Slupina. Archivfoto: Tschapka
Hilpoltstein

Die eine Entscheidung war knapp, die andere umso deutlicher. Mit 116 Stimmen bekam Hannes Hörmann satte 50 Stimmen mehr als der zweitplatzierte Triathlet Marcus Schattner. Bei der Wahl zur neuen Sportlerin des Jahres entschieden dagegen nur acht Stimmen über den Titel. Mit ihren 93 Stimmen kam Nachwuchsleichtathletin Leonie Polster vom TSV Röttenbach erstaunlich knapp an Milena Slupina heran, die als Weltmeisterin im Kunstradfahren den herausragenden Erfolg im Sportjahr 2017 erreichte. Trotzdem kam Slupina mit 101 Stimmen nicht an das Ergebnis von Hannes Hörmann heran, der im Alter von 14 Jahren nun schon zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren die gläserne Eins-Trophäe von Landrat Herbert Eckstein überreicht bekam.

Dieses Abstimmungsergebnis wird Slupina aber wohl leicht verschmerzen können, zumal auch noch ihre beiden Vereinskameraden Daniel Stark und Alexander Stark zur Mannschaft des Jahres gewählt wurden. Mit 131 Stimmen verwiesen die amtierenden deutschen Meister im Zweier-Kunstradfahren die Vorjahressieger von der Tischtennis-Herrenmannschaft des TV Hilpoltstein auf den zweiten Platz und machten damit den Triumph für die Kunstradfahrer des TSV Bernlohe bei dieser Sportlerwahl perfekt. Noch eine Stimme mehr, nämlich 132, bekamen die U18-Juniorinnen der Leichtathletik-Gemeinschaft Landkreis Roth, die für ihren bayerischen Meistertitel im Fünfkampf nun zur weiblichen Mannschaft des Jahres gekürt wurden. Dieser Titel tröstet auch die bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres knapp unterlegene Leonie Polster. Denn sie bildet gemeinsam mit Rhona Schmidt, Sina Appeltauer, Anna Latzko und Karolin Schor-sack das erfolgreiche Team.

Einmal mehr leer ausgegangen sind - trotz vielversprechender Kandidaten - die Schützen aus dem Landkreis, die nun schon fast 20 Jahre lang auf den nächsten Sportler-des-Jahres-Titel warten müssen. Christian Schnell aus Offenbau stand 1999 als erster und bislang einziger Schütze ganz oben bei der Sportlerwahl. Trotz ihrer zwei Europameistertitel reichte es jetzt für Verena Schmid vom SV Höbing nur zu 43 Stimmen, die den vierten und vorletzten Platz bedeuteten. Jeweils auf den dritten Platz kamen Frank Freitag vom SSV Abenberg, der immerhin deutscher Meister mit der Perkussionspistole wurde - und das Gredinger Luftgewehrteam.