Allersberg: Faszinierende Werke im Allersberger Torturm
Aussteller und Gäste sehen sich gemeinsam die Kunstwerke im Allersberger Torturm an. - Foto: Mücke
Allersberg

Schon seit Jahren verbindet der Offene Malertreff im KVV seine Jahresausstellung mit dem Tag des offenen Denkmals. Zwei Fliegen will man damit sozusagen mit einer Klappe schlagen: Zum einen das Denkmal des alten Torturms zu öffnen und Einblick zu geben, und zum anderen Besucher zu der Jahresausstellung zu bringen. Das ist auch in diesem Jahr wieder gelungen. Während des Sonntags, an dem die 13 Maler und fünf Fotografen Einblick in ihr Schaffen gewährten, kamen viele Besucher.

Für die Hobbymaler und ihre Kunst war es ein kleiner Wermutstropfen, dass sie einen Raum des Turms für die Fotografen bereitstellen mussten und damit weniger Platz hatten als in den Jahren zuvor. Trotzdem waren sie von der zusätzlichen Bereicherung angetan. Alle Künstler erfuhren bei der Eröffnung der Ausstellung am Freitagabend viel Bewunderung für ihr Hobby und die vielbeachteten Fertigkeiten. Von den Malern waren tolle Kunstwerke zu sehen und die Fotografen sorgten für viel Bewunderung ihrer Schnappschüsse und Fotomontagen.

Die Leiterin des Offenen Malertreffs im KVV, Andrea Igl, stellte bei der Vernissage fest, dass die Künstler seit der Ausstellung im Vorjahr wieder viele Kunstwerke geschaffen hätten und nun der Öffentlichkeit vorstellen. Viele Stilrichtungen und unterschiedliche Techniken befänden sich darunter. Es sei ein großes Spektrum in der Ausstellung zu sehen, weil die Maler völlig unterschiedliche Gedanken zu Papier gebracht haben. Igl konnte zur Eröffnung viele Künstler willkommen heißen und hoffte auf reges Interesse der Besucher.

Mario Weidlich, der stellvertretende KVV-Vorsitzende und gleichzeitig auch Leiter der neuen Video- und Fotofreunde im KVV, freute sich, dass die junge Gruppe, die erst im Frühjahr dieses Jahres gegründet wurde, schon bei der Ausstellung mitwirken könne. Man habe sich dafür extra für Allersberger Denkmäler entschieden und viele Denkmäler zu diesem Zweck fotografiert. Besonders viele interessante Blicke und Details seien deshalb jetzt zu sehen.

KVV-Vorsitzender Hartmut Lehmann dankte den Akteuren und Initiatoren der Ausstellung und wertete die Ausstellung als das zweite große Highlight neben der Kunstmeile. Mit den Hobbymalern und Hobbyfotografen lebe der Torturm und biete eine Vielfalt von Interessen und Anlässen in seinen historischen Mauern. Lehmann ließ seine Blicke auch außerhalb des Torturms schweifen und freute sich, dass die neue Bank um die Linde zwischen katholischer Pfarrkirche und Sparkasse aufgestellt werden konnte und der Blumenschmuck um die Altmannlinde auf der Westseite des Torturms so großen Anklang finde und so der KVV auf beiden Seiten des Torturms etwas Neues bieten könne.

Die stellvertretende Landrätin Edeltraud Stadler betonte, dass die Künstler und Fotografen mit ihren Werken Einblick in ihr innerstes Seelenleben geben würden. Kunst sei besonders wichtig, sie lebe und bleibe erhalten. Gerade im Landkreis Roth könne man ein reiches Leben an Kunstschaffenden antreffen. "Hut ab vor den Menschen, die in die Zukunft denken", sagte sie und lobte den KVV, der immer wieder Neues kreiere und damit ebenso in die Zukunft schauen würde.

Bürgermeister Daniel Horndasch erinnerte an die Ausstellung der "Kleinen Picassos" zum Bürgerfest und lobte die Aktivitäten des KVV, der jetzt schon wieder mit einer künstlerischen Ausstellung an die Öffentlichkeit trete. Der KVV kümmere sich um viele Einzelheiten, lobte auch er die neue Bank an der Kirche, die er schon inspiziert habe. Horndasch freute sich über die Bereicherung und zeigte sich dankbar für all die vielen Eigeninitiativen in der Marktgemeinde.

Überrascht wurde Horndasch von Bastian Pogats, der schon viele Allersberger Persönlichkeiten mit einer lebensgroßen Holzfigur gemalt hatte und diese Sammlung nun durch das Konterfei von Daniel Horndasch erweiterte. "Lieber von Bastian gemalt als vom Leben gezeichnet", fügte der junge Künstler scherzhaft an. An die Reden schloss sich ein Rundgang durch die Ausstellung an, bei dem sich die Gäste erstaunt über die gelungenen Arbeiten zeigten.

Zu den Malern gehören Anna Meier, Helmut Marx, Rita Brandl, Wilhelm Oetterich, Heidi Heckel, Maria Krystali-Kolodziej, Christa Tempcke, Karlheinz Brunner, Anni Falkner, Andrea Igl, Monika Heller-Cole, Bastian Pogats und Reiner Hardt. Als Fotografen stellen im Torturm Mario Weidlich, Werner Kienlein, Roland Schwarz, Janusz Kuchnowski und Josef Schöll aus.